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Polizeiticker Leipzig Leipziger Polizei sucht Raser-Pärchen nach filmreifer Verfolgungsjagd
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Leipziger Polizei sucht Raser-Pärchen nach filmreifer Verfolgungsjagd
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23:20 30.05.2016
Ende einer Verfolgungsjagd: Der Polizei-Streifenwagen krachte in Paunsdorf gegen einen Felsen.  Quelle: Privat
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Leipzig

 Trotz Hubschrauber und mehreren Streifenwagen auf den Fersen gelang ihnen die Flucht: Nach der filmreifen Verfolgungsjagd am Sonntag quer durch den Leipziger Osten fahndet die Polizei nach einem Pärchen im Alter von etwa 30 Jahren. Der Mann und eine Frau mit zum Zopf gebundenen, langen braunen Haaren sollen kurz nach 14 Uhr an der Haltestelle Ahornstraße in Paunsdorf in eine Straßenbahn gestiegen sein. „An der Haltestelle verlor sich die Spur des Fährtenhunds“, sagte Polizeisprecher Alexander Bertram am Montag auf Nachfrage von LVZ.de. Dies decke sich auch mit der Aussage von Zeugen.

Der Festnahme entging das Pärchen zuvor durch eine halsbrecherische Flucht vor der Polizei, bei der auch ein Streifenwagen erheblich beschädigt wurde. Als eine Zivilstreife den blauen Opel Zafira nordöstlich des Hauptbahnhofs wegen geklauter Kennzeichen zum Anhalten bringen wollte, gab der Fahrer Gas. Mit „wahnsinnigem Tempo“ – laut Polizeisprecher bis zu 110 km/h – sei der Wagen über die Adenauerallee gerast und rammte dabei eines der Polizeiautos, das sich an der Verfolgung beteiligte. Ein zum Katholikentag über der Stadt kreisender Hubschrauber unterstützte die Kräfte zusätzlich aus der Luft.

Die Täter ließen ihren Fluchtwagen in Paunsdorf zurück. Quelle: Privat

Polizei folgte „Staubspur“

An der vielbefahrenen Kreuzung zur Torgauer Straße rasten die Täter bei Rot über eine Ampel und verfehlten nur um Haaresbreite querende Fahrzeuge, wie der Polizeisprecher berichtete. Anschließend bog der Opel auf einen Feldweg ab, wo die Beamten die Fährte beinahe verloren. „Sie folgten einer Staubspur“ berichtete der Polizeisprecher. In der Nähe des „Grünen Bogens“ in Paunsdorf endete die Verfolgungsjagd für einen der Streifenwagen: Er krachte frontal gegen einen Felsen. Der Fahrer erkannte das Hindernis zu spät und blieb auf dem Stein liegen. Das Fahrzeug war nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden.

In der Goldsternstraße entkamen die Flüchtenden schließlich. Sie ließen ihr Auto hinter der Grundschule stehen, rannten zu Fuß in Richtung Hainbuchenstraße und stiegen dann in eine Straßenbahn. Das Fahrzeug wurde kriminaltechnisch untersucht – es war laut Polizei am 20. Mai gestohlen worden. Nach der Tatortarbeit konnte der Wagen wieder an seinen Eigentümer übergeben werden. Gegen das flüchtige Duo wird nun unter anderem wegen Diebstahls, Urkundenfälschung sowie Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.

Hinweise: Verkehrsunfalldienst der Polizei unter 0341/255-2810 oder -2847

Von Robert Nößler

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