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Leipziger Polizei überprüft Sexualdelikte von Zuwanderern im Ausland

Nach Vergewaltigung Leipziger Polizei überprüft Sexualdelikte von Zuwanderern im Ausland

Die Ermittler der Leipziger Polizei prüfen nach der Vergewaltigung im Rosental auch eventuelle Sexualdelikte von Zuwanderern im europäischen Ausland. Der Täter soll bei seiner Tat eine gewisse Handschrift hinterlassen haben, erfuhr die LVZ. Mehrere Beamte kümmern sich inzwischen ausschließlich um die Aufklärung der brutalen Tat.

Die Polizei zeigt Präsenz im Rosental.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Nach der außerordentlich brutalen Vergewaltigung einer Joggerin im Rosental gibt es offenbar erste Ermittlungsansätze. Denn die Vergewaltigung sei in ihrer Begehungsweise „in den letzten Jahren ohne Beispiel“ und sehr speziell, erfuhr die LVZ aus Ermittlerkreisen.

Details wurden nicht genannt, aber der bislang unbekannte Täter hat dem Vernehmen nach eine gewisse Handschrift hinterlassen, so dass der aktuelle Übergriff gut mit Fällen abgeglichen werden kann, die sich zuvor in Tatortnähe ereigneten. Etwa mit Angriffen vor fast vier Wochen auf eine Joggerin (Anfang 40), der von hinten in den Schritt gefasst wurde, und auf eine 84-jährige Rentnerin, die zu Boden gelegt wurde. Fast schon Routine ist auch der Abgleich mit vergleichbaren, ungeklärten Fällen in anderen Bundesländern. Da der Täter vom Rosental als südländisch beschrieben wird, liegt aus Sicht der Polizei auch eine Prüfung von Sexualdelikten von Zuwanderern im europäischen Ausland nahe.

Parallel sichten die Behörden alle vorliegenden Zeugenaussagen. Zu den zwölf Hinweisen, die bereits am Wochenende eingegangen waren, seien mittlerweile neue hinzugekommen, so Staatsanwältin Jana Friedrich auf Anfrage. Eine konkrete Zahl wolle man bewusst nicht nennen, weil dies Einfluss auf weitere Hinweisgeber haben könnte.

Dennoch gehen die Behörden weiterhin keinem konkreten Tatverdacht nach, so Friedrich. Staatsanwaltschaft und Polizei ermitteln wegen des Sexualdeliktes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung. Obwohl der unbekannte Täter die weit über 50 Jahre alte Frau derart massiv ins Gesicht schlug und trat, dass sie notoperiert werden musste – ein Eingriff dieser Art ist dann notwendig, wenn das Leben des Patienten unmittelbar gefährdet ist –, gehen die Ermittler bislang nicht von einem versuchten Tötungsdelikt aus. Dies könne sich im Laufe des Ermittlungsverfahrens aber noch ändern, hieß es.

Unterdessen setzen Angehörige der Polizei-Fahrradstaffel im Rahmen ihrer Streifentätigkeit die Patrouillen im Rosental und in anderen Park- und Grünanlagen fort, berichtete Polizeisprecher Andreas Loepki. Außerdem zeigen uniformierte Beamte weiterhin Präsenz, um das Sicherheitsgefühl der Leipziger zu erhöhen. Daneben sind nach Angaben aus Behördenkreisen auch zivile Kräfte im Einsatz. Denn es geht der Polizei nicht um Verdrängung, sondern vor allem auch darum, den Vergewaltiger möglichst bald zu fassen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass der Triebtäter erneut zuschlägt, wird als durchaus hoch eingeschätzt. Gerade in diesem Deliktbereich gilt die Wiederholungsgefahr als sehr groß. Aus diesem Grund hat der Fall im dafür zuständigen Kommissariat 13 absolute Priorität, so Loepki. Mehrere Beamte kümmern sich inzwischen ausschließlich um die Aufklärung der brutalen Tat im Rosental.

Frank Döring

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