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Leipziger Polizei warnt beim Karneval vor Diebstählen durch Antänzer

Kriminelle im Kostüm? Leipziger Polizei warnt beim Karneval vor Diebstählen durch Antänzer

Zehntausende Besucher werden am Wochenende zum großen Rosensonntagsumzug in der Leipziger Innenstadt erwartet. Die ausgelassene Feier am Straßenrand könnte auch Kriminelle anlocken, warnt die Leipziger Polizei.

Rosensonntagsumzug in Leipzig: Die Polizei warnt Besucher, dass sich auch kriminelle Antänzer unter die Menge mischen könnten.

Quelle: Andre Kempner

Leipzig. Die sogenannte Antänzer-Masche ist unter Dieben in Leipzig derzeit weit verbreitet. Erst in der vergangenen Woche waren bei einem Konzert von Slipknot in der Messehalle 1 dutzende Handys von feiernden Besuchern gestohlen worden. Auch beim Rosensonntagsumzug an diesem Wochenende in Leipzig droht die Gefahr, dass Kriminelle die ausgelassene Kostümparty für Diebeszüge ausnutzen, warnt die Polizei.

Es sei davon auszugehen, dass sich auch hier wieder solche Täter „unter die Menge mischen“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt am Donnerstag gegenüber LVZ.de. Wertgegenstände, Handys und Portemonnaies sollten Besucher deshalb in den Innentaschen, möglichst mit Reißverschluss, verstauen. Bei Hosen-, Jacken- und Umhängetaschen hätten Diebe leichtes Spiel. „Auch auf Rucksäcke sollte aus diesem Grund verzichtet werden“, rät Voigt.

LKA warnt vor Einsatz von Pfefferspray

Sogenannte Antänzer oder Umarmer lenken ihre potenziellen Opfer mit engem Körperkontakt oder überschwänglichen Begrüßungen ab und entwenden dabei – meist ohne dass es die Bestohlenen merken – Geldbeutel oder Mobiltelefon. Fälle dieser Art hatten sich in den vergangenen beiden Jahren in Leipzig gehäuft. Zuletzt schlugen Täter auch in der Silvesternacht auf dem Augustusplatz zu. Gut für die Kriminellen: Im Gedränge an der Umzugsstrecke, wo am Sonntag rund 50.000 Schaulustige erwartet werden, können sie leicht in der Masse untertauchen.

Neben Diebstählen warnt das sächsische Landeskriminalamt (LKA) auch vor tätlichen Auseinandersetzungen wegen des übermäßigem Alkoholkonsum. Die Behörde rät jedoch davon ab, sich beim Karneval mit Pfeffersprays, Elektroschockern oder Selbstverteidigungswaffen auszurüsten. Diese könnten entwendet und gegen die Betroffenen selbst gerichtet werden – oder zur Eskalation der Situation beitragen, erklärte das LKA am Donnerstag. Bei unbedachtem Einsatz mache sich der Angegriffene zudem selbst möglicherweise strafbar.

Das LKA rät Karnevalisten stattdessen, sich möglichst in Gruppen zu bewegen, bedrohliche Situation zu meiden oder möglichst schnell zu verlassen und den Kontakt zu stark alkoholisierten Personen zu meiden. Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig blieben die Umzüge in den vergangenen Jahren friedlich. „Das Straftaten-Aufkommen war sehr gering. Aber man sollte aufpassen und sensibilisiert sein“, empfiehlt Sprecher Uwe Voigt.

nöß

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