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Leipziger Sprayer-Chef wieder auf freiem Fuß - Prozess läuft noch

Leipziger Sprayer-Chef wieder auf freiem Fuß - Prozess läuft noch

Der Kopf der Leipziger Sprayer-Bande ORG ist wieder auf freiem Fuß. Zwar verurteilte das Amtsgericht René E. (28) im Mai 2014 wegen einer Graffiti-Attacke auf einen Zug am Hauptbahnhof-Außengelände zu fünf Monaten Haft - ohne Bewährung.

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Sprayer-Banden-Boss René E. stellt seine markanten Tattoos auch vor Gericht gern zur Schau.

Quelle: Andreas Doering

Einbezogen wurde eine Vorstrafe wegen Besitzes eines illegalen Böllers. Das Urteil wurde jedoch nicht rechtskräftig. Sowohl der Angeklagte als auch die Staatsanwaltschaft hatten Berufung eingelegt. So wurde der Drucker und einstige Betreiber eines Leipziger Sprayer-Ladens im vorigen Monat, nachdem er die wegen ähnlicher Delikte verhängten Sanktionen verbüßt hatte, wieder aus dem Gefängnis entlassen.

Im Berufungsprozess am Landgericht wurde für gestern eine Entscheidung erwartet. Ziel von Verteidiger Dirk Altermann: "Freispruch oder zumindest Bewährung." Sein Mandant hatte sich nicht zu den Vorwürfen geäußert. Staatsanwalt Stefan Spielbauer regte dann jedoch einen Vor-Ort-Termin auf dem Hauptbahnhof-Außengelände an. Geklärt werden soll, ob sich René E. beim Betreten des Areals eines Hausfriedensbruches schuldig gemacht haben könnte. Richterin Susanne Vogt entschied sich aber zunächst für die Befragung eines zuständigen Bundespolizisten: am 15. Dezember im Gericht. Strittig ist nach wie vor, ob dem Angeklagten die Graffiti-Aktion vom 8. April 2012 zweifelsfrei nachgewiesen werden kann. Das Amtsgericht war - wie berichtet - der Ansicht: ja, aufgrund einer Reihe von Indizien. An jenem Tag waren zwei Zug-Wagen besprüht, die Vorwürfe gegen René E. merkwürdigerweise aber nicht in einer Anklage gebündelt worden. So ist das Verfahren um den zweiten beschmierten IC noch am Amtsgericht anhängig. Dem Vernehmen nach gibt es noch weitere Anklagen.

René E. war Anfang 2014 mit mehreren Haftbefehlen gesucht - und aufgrund seiner markanten Tattoos an Hals, Armen und Händen von einem Polizisten in Connewitz erkannt, letztlich festgenommen worden. Wie berichtet, liefert sich ORG seit Jahren einen Kampf mit der RCS-Bande um das größte Graffito in Leipzig. Im Februar hatten Unbekannte die Fassade der Hauptpost mit einem riesigen RCS-Logo besprüht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.11.2014

Sabine Kreuz

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