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Leipziger beim Kartenspiel umgebracht – Leiche liegt seit einer Woche im Papiercontainer

Leipziger beim Kartenspiel umgebracht – Leiche liegt seit einer Woche im Papiercontainer

Schweres Verbrechen im Leipziger Stadtteil Volkmarsdorf: Nach einem Streit beim Kartenspiel ist der 42 Jahre alte Andreas M. bereits am Dienstag vergangener Woche umgebracht worden.

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Schweres Verbrechen im Leipziger Stadtteil Volkmarsdorf: Nach einem Streit beim Kartenspiel ist der 42 Jahre alte Andreas M. bereits am Dienstag vergangener Woche umgebracht worden.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Dringend tatverdächtig sind zwei 19 und 31 Jahre alte Männer sowie eine 51-jährige Nachbarin.

Die Frau aus dem Mehrfamilienhaus in der Bautzmannstraße hat sich am Mittwoch der Polizei gestellt. „Sie kam am Morgen gemeinsam mit ihrem Anwalt in die Polizeidirektion und hat uns informiert“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt. Als Grund für ihr Geständnis habe die 51-Jährige Gewissensbisse genannt. Vor Ort bestätigten sich den Beamten die Angaben der Frau. Die Polizei ließ die Leiche in die Gerichtsmedizin bringen.

Den Angaben der Frau zufolge sei das Opfer durch Einwirkung stumpfer Gewalt ums Leben gekommen, berichtete Voigt. Zunächst gab die Polizei an, Andreas M. ist erstochen worden. Die genaue Todesursache müsse aber bei der Obduktion festgestellt werden. Eine Untersuchung sei nicht vor Donnerstag möglich, hieß es. Die Leiche müsse zunächst aufgetaut werden.

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Leipzig. Sie trafen sich zum Kartenspielen, am Ende war einer von ihnen tot. Zwei 19 und 31 Jahre alte Männer müssen sich seit Dienstag wegen Mordes vor dem Leipziger Landgericht verantworten. Laut Anklage sollen sie im Januar dieses Jahres einen 42-Jährigen im Stadtteil Volkmarsdorf qualvoll getötet haben. Es ging es um 20 Euro Schulden.

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Bei ihrer Aussage in der Polizeidirektion habe die 51-Jährige einen der beiden Männer schwer belastet, berichteten die Ermittler. Zunächst hätten sich die vier Bekannten beim Kartenspiel gestritten. Dann sei die Auseinandersetzung der vier betrunkenen Kumpanen plötzlich eskaliert. Am Ende lag der 42-Jährige tot in der Wohnung in der dritten Etage. Wie die Polizei mitteilte, wohnte er nicht dort, sondern war an dem Abend zu Besuch.

Die Zeugin gab an, dass sie gemeinsam mit den beiden anderen Männer die Leiche auf den Hof geschleppt habe. Dort, so die Polizei, hat das Trio den Toten in einen Papiercontainer geworfen und mit Zeitungen und Pappe abgedeckt. Mieter des Hauses haben davon offenbar nichts bemerkt. Die Tonne haben die Kriminalisten zur Spurensicherung inzwischen sichergestellt.

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Ein Mitarbeiter der ALL liefert eine neue Tonne für die Mieter in der Bautzmannstraße an.

Quelle: Dirk Knofe

Die Sammelbehälter in der Bautzmannstraße waren nach Angaben der zuständigen Abfall Logistik Leipzig (ALL) am Tag vor der Tat geleert worden. Am kommenden Montag will das Entsorgungsunternehmen erneut die Bautzmannstraße anfahren.

Der ALL zufolge sind allerdings für das Haus in Volkmarsdorf nur Tonnen mit 120 Litern Fassungsvermögen gemeldet. Die Leiche fanden die Beamten aber in einem 1100 Liter aufnehmenden Container. Die Vermutung der Ermittler: Die mutmaßlichen Täter haben das Behältnis von einem anderen Ort auf den Hof geschoben. Spätestens am Tag der nächsten Leerung wäre das Verbrechen vermutlich herausgekommen. Laut ALL hätte der Fahrer des Müllwagens die fremde Tonne melden müssen.

Nach dem Geständnis der Frau sind die beiden Männer am Vormittag vorläufig festgenommen worden. Am Donnerstag entscheidet der Untersuchungsrichter über die Anordnung von Untersuchungshaft.

Matthias Roth

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