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Leipziger lallt auf Sächsisch - Festnahme nach Bombendrohung in München

Anruf bei der Feuerwehr Leipziger lallt auf Sächsisch - Festnahme nach Bombendrohung in München

Einen schlechten Scherz hat sich ein Leipziger in München erlaubt. Er drohte am Sonntag mit einem Bombenanschlag auf einer U-Bahnlinie. Zum Verhängnis wurde dem 29-Jährigen sein sächsischer Dialekt, der ihn überführte.

Ein Leipziger ging nach einer Bombendrohung der Polizei in München ins Netz.
 

Quelle: dpa

München/Leipzig.  Sein sächsischer Dialekt hat einen Leipziger in München verraten. Der 29 Jahre alte Mann hat am Sonntag gegen 14 Uhr einen Anschlag auf der U-Bahnlinie 2 zwischen dem Hauptbahnhof und Feldmoching angekündigt. „Er rief für seine Bombendrohung bei der Freiwilligen Feuerwehr in Unterschleißheim an“, sagte Polizeisprecher Oliver Timper gegenüber LVZ.de.

Was den Brandschützern sofort auffiel: Der Mann wirkte verwirrt und sprach ein breites Sächsisch. Anschließend habe die Polizei die Strecke abgesucht, aber nichts gefunden. Die Fahndung nach dem Anrufer blieb zunächst ohne Ergebnisse, nahm am Abend aber per Zufall eine entscheidende Wendung.

Eine Hotelangestellte aus dem Münchner Vorort Unterschleißheim meldete sich gegen 22 Uhr bei der Polizei, weil ein angetrunkener Gast nicht gehen wollte. Die Beamten machten sich auf den Weg. Vor Ort stellten sie fest: Der Mann lallt auf Sächsisch. „Beamte aus einem Fachkommissariat haben ihn dann vernommen und er gab schließlich die Bombendrohung zu“, berichtete Timper.

Bei dem Leipziger wurden auch Drogen gefunden. „Er hatte Crystal Meth bei sich“, so Timper. Ob der 29-Jährige neben dem Alkohol auch das Rauschgift konsumiert hat, müsse jetzt das Ergebnis eines Bluttests ergeben. Vorbestraft sei der Anrufer nicht und inzwischen auch wieder auf freiem Fuß.

Nach der Terrorwarnung zu Silvester erhält die Polizei in München immer wieder Anrufe von Trittbrettfahrern. Polizeispräsident Hubertus Andrä kündigte deshalb bereits an: „Die müssen sich warm anziehen, das werden wir uns nicht gefallen lassen.“ Der Leipziger muss sich den Beamten zufolge nun auf ein Verfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten und Missbrauchs von Notrufen einstellen. Bei einer Verurteilung muss er mit einer Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Haft rechnen.

Von Matthias Roth

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