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Leipziger wollte Sex mit 13-Jähriger - Haft auf Bewährung wegen versuchten Missbrauchs

Leipziger wollte Sex mit 13-Jähriger - Haft auf Bewährung wegen versuchten Missbrauchs

Nur sein Geständnis hat einen 63 Jahre alten Leipziger am Montag vor dem Gefängnis bewahrt. Er gab am Amtsgericht die Kontaktanbahnung mit einem 13 Jahre alten Mädchen im Internet zu und wurde wegen versuchten sexuellen Missbrauchs zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt.

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Quelle: Stephan Lohse

Leipzig. Über das soziale Netzwerk Facebook hatte sich der arbeitslose Gleisbauer im Herbst 2012 in regelmäßiger Kommunikation mit dem Kind befunden. "Dort forderte er das Mädchen auf, Nacktfotos von sich zu machen und ihm per E-Mail zu schicken", sagte Staatsanwältin Tanja Lötschert. Zudem habe der Angeklagte vorgeschlagen, gemeinsam baden zu gehen und dabei Sex miteinander zu haben. Seiner Aufforderung, ihn zu besuchen, kam die Kleine nicht nach. Denn zum Glück, so hieß es am Montag, hatte die Mutter erst das Regiment über die Korrespondenz übernommen und den Fall dann angezeigt. "Ich bin stutzig geworden, als er schrieb: ,Ich vermisse dich'", schilderte die 42-Jährige als Zeugin vor Gericht. "Er suchte Mädchen zum Sex. Mich hat ziemlich umgehauen, dass er so etwas meiner Tochter schreibt."

Zumal Mutter und Tochter den Mann auch noch kannten. Sie seien früher sogar Nachbarn in Taucha gewesen, würden jetzt aber in Leipzig wohnen. Unter Tränen schilderte die Hausfrau, dass ihre Tochter damals sehr aufgeregt gewesen sei. "Sie wusste gar nicht so recht, was ihr da passiert." Denn bereits im Alter von neun Jahren sei sie Opfer eines sexuellen Missbrauchs geworden. "Der Täter wurde auch strafrechtlich verfolgt", berichtete die Frau weiter.

Die Staatsanwältin hatte sogar ein Jahr und zehn Monate Haft auf Bewährung gefordert: "Auf verschiedene Weise versuchte der Angeklagte immer wieder, die sexuelle Komponente hineinzubringen." Verteidiger Jürgen Kohlen plädierte auf eine mildere Sanktion: "Mein Mandant schämt sich, er nimmt das Urteil an." Der 63-Jährige muss als Bewährungsauflage 200 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten. Sabine Kreuz

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 02.07.2013

Sabine Kreuz

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