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Linienbus der Leipziger Verkehrsbetriebe geht in Flammen auf

Während der Fahrt Linienbus der Leipziger Verkehrsbetriebe geht in Flammen auf

Nur durch Glück waren noch keine Passagiere an Bord: Bei der Fahrt eines LVB-Busses am Freitagmorgen schlugen plötzlich Funken aus dem Motor. Wenig später stand das Fahrzeug in Flammen und brannte komplett aus.

Der ausgebrannte Bus am Freitagmorgen.
 

Quelle: André Kempner

Leipzig. Das Unglück geschah wenige Minuten bevor die ersten Fahrgäste einsteigen sollten. Ein Bus der Leipziger Verkehrsbetriebe (LVB) ist am Freitagmorgen auf dem Weg zu seiner ersten Linienfahrt in Flammen aufgegangen. Das Fahrzeug brannte in Höhe der Haltestelle Leinestraße im Ortsteil Dölitz-Dösen komplett aus. Der Fahrer konnte sich in Sicherheit bringen. Brandursache war laut Polizei wahrscheinlich ein technischer Defekt am Motor.

Bei der Fahrt eines Linienbusses der LVB durch den Stadtteil Dölitz-Dösen schlugen plötzlich Funken aus dem Fahrzeug. Wenig später stand der Bus in Flammen. Verletzt wurde zum Glück niemand.

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Wie Polizeisprecherin Maria Braunsdorf erklärte, bemerkte der Fahrer gegen 4.39 Uhr Funkenflug, der aus dem Heck des Fahrzeuges kam. Wenig später kam es zu einer Verpuffung im Motor, die laut Anwohnern im Stadtteil wie eine Explosion geklungen habe. „Fahrgäste befanden sich zum Glück noch nicht im Bus“, sagte LVB-Sprecher Marc Backhaus gegenüber LVZ.de. Das Fahrzeug sei am Morgen vom Depot in Lindenau nach Probstheida unterwegs gewesen, um dort auf der Regionalbus-Linie 108 in Dienst zu gehen. 5.04 Uhr sollte die erste Tour nach Markkleeberg starten. Während der sogenannten „Ausrückefahrt“ kam es auf der Leinestraße zu dem verheerenden Feuer.

Bus war seit etwa drei Jahren in Betrieb

Als die Rettungskräfte eintrafen, stand das Fahrzeug bereits komplett in Flammen. Der Fahrer habe geistesgegenwärtig reagiert, schilderte Backhaus. „Er hörte einen dumpfen Knall, stoppte das Fahrzeug am Straßenrand und sah dass es eine Rauchentwicklung gab“, so der LVB-Sprecher. Der erfahrene Mitarbeiter habe sofort Feuerwehr, Polizei und die LVB-Leitstelle informiert. „Seine persönlichen Sachen konnte er noch in Sicherheit bringen“, berichtete Backhaus. Der Busfahrer stand nach dem Vorfall unter Schock. Ein Team der Unfallbetreuung habe sich vor Ort um ihn gekümmert, eine medizinische Behandlung sei aber nicht notwendig gewesen.

Bei dem Bus handelte es sich laut LVB um einen Urbino 8.6. Fünf dieser Dieselfahrzeuge vom polnischen Hersteller Solaris, der auch die neuen „XL“-Straßenbahnen an die LVB liefert, befinden sich im Linienbetrieb. Sie waren in den Jahren 2013 und 2014 angeschafft worden. Für eine grundsätzliche Überprüfung der 160 Busse im Fuhrpark, darunter mehr als 100 von Solaris, sehen die LVB derzeit keinen Grund. „Wir gehen von einem Einzelfall aus. Es gibt keine Hinweise, dass an dem Fahrzeugtyp grundsätzlich etwas zu beanstanden ist“, erklärte Backhaus. Ein Gutachter sei mit der Auswertung des Brandes beauftragt worden.

Schaden im fünfstelligen Bereich

Der Bus wurde noch am Vormittag abgeschleppt. Aufgrund der Bergungs- und Aufräumarbeiten musste die Leinestraße zwischen Newtonstraße und Bornaische Straße über Stunden gesperrt werden. Auch Diesel war bei dem Brand ausgelaufen. Auf der Buslinie 108 wurde ein Ersatzfahrzeug eingesetzt und eine vorübergehende Umleitung eingerichtet. Alleine der durch den zerstörten Bus entstandene Schaden liegt laut LVB im fünfstelligen Bereich. Aufgrund der Hitzeentwicklung wurden auch Fahrzeuge eines angrenzenden Autohandels in der Leinestraße sowie der Fahrbahnbelag in Mitleidenschaft gezogen.

Matthias Puppe / Robert Nößler

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