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Linksextremisten bekennen sich zu Anschlag auf Zoll in Leipzig

200.000 Euro Schaden Linksextremisten bekennen sich zu Anschlag auf Zoll in Leipzig

Nach dem Anschlag auf acht Fahrzeuge des Zolls in Leipzig ist im Internet ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Die Täter wollten demnach eine „ausführende Behörde des deutschen Finanzministeriums“ treffen. Das Dezernat Staatsschutz bei der Polizei hat inzwischen die Ermittlungen übernommen.

Insgesamt acht Fahrzeuge waren am Hauptzollamt in Leipzig den Flammen zum Opfer gefallen.
 

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig.  Der Brandanschlag auf acht Einsatzfahrzeuge des Zolls in Leipzig ist nach Einschätzung der Polizei von Linksextremisten verübt worden. Auf dem Onlineportal Indymedia bekannte sich am Wochenende eine anonyme Gruppe zu der Tat in der Silvesternacht. Das Hauptzollamt an der Hamburger Straße ist demnach als „ausführende Behörde des deutschen Finanzministeriums“ angegriffen worden, wie es in dem Schreiben von Samstag heißt. Bei der Polizei hat inzwischen das für politisch motivierte Straftaten zuständige Dezernat Staatsschutz die Ermittlungen in dem Fall übernommen.

Die anonymen Bekenner, die sich selbst als „freund*innen der schwarzarbeit“ bezeichnen, nennen bei Indymedia auch ihre vermeintlichen Motive für die Brandstiftung auf dem Behördengelände in Eutritzsch. „In Solidarität mit allen Genoss*innen, die von Repression betroffen sind und nicht bei uns sein können, und in Feindschaft mit den Staaten, von denen diese Repression ausgeht, haben wir in der Silvesternacht einige abgeparkte Autos vom Zoll angezündet“, heißt es. „Staat und Kapital“ würden auch künftig „zu jeder Gelegenheit, die sich bietet, Stöcke zwischen die Beine“ geworfen, kündigten die Verfasser an.

Anschlag beim Zoll in Leipzig. Acht Autos gehen in Flammen auf.

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Anschlag richtete rund 200.000 Euro Schaden an

Die Polizei nimmt das Schreiben ernst und stuft den Anschlag als Fortsetzung der linksextremistischen Anschläge in Leipzig ein. „Es ist in einer Reihe mit diesen Taten zu sehen“, sagte Polizeisprecher Andreas Loepki am Montag auf Anfrage von LVZ.de. In den vergangenen Monaten waren unter anderem die Landesdirektion, die Staatsanwaltschaft und der Polizeiposten in Connewitz angegriffen worden. Zu Details der aktuellen Ermittlungen wollte sich Loepki nicht äußern. Der Staatsschutz habe das Bekennerschreiben vorliegen und beziehe es in seine Auswertungen mit ein, sagte er lediglich.

Insgesamt acht Fahrzeuge, darunter vier Transporter, hatten die Brandstifter in der Silvesternacht gegen 1 Uhr an der Außenstelle des Hauptzollamts Dresden angezündet. Dabei entstanden nach Schätzungen der Polizei rund 200.000 Euro Schaden. Die Täter hatten sich zuvor Zugang zu dem umzäunten, laut Polizei aber nicht videoüberwachten Gelände verschafft. „Die Fahrzeuge waren vorschriftsmäßig in einem Käfig abgestellt, der von einem hohen Metallzaun umgeben ist“, sagte Heike Wilsdorf, Sprecherin des Zolls in Sachsen, am Montag. Zu Problemen führen die fehlenden Einsatzwagen ihren Angaben zufolge nicht. „Wir sind eine Bundesbehörde und haben Möglichkeiten, unseren Dienst abzusichern“, so Wilsdorf.

Von nöß

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