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Linksextremisten bekennen sich zu Brandanschlag auf Ordnungsamt-Autos

Leipzig-Leutzsch Linksextremisten bekennen sich zu Brandanschlag auf Ordnungsamt-Autos

Die Serie linksextremistischer Angriffe in Leipzig nimmt kein Ende. Zu dem Brandanschlag auf Autos des Ordnungsamts am Wochenende hat sich jetzt eine „Anarchistische Zelle“ im Netz bekannt. Der Staatsschutz hat inzwischen die Ermittlungen übernommen.

Bei dem Brandanschlag am Samstagmorgen in Leutzsch wurde ein Auto des Ordnungsamts zerstört und ein weiteres durch die Hitze beschädigt.
 

Quelle: Kempner

Leipzig. Fünf Tage nach dem Brandanschlag auf Fahrzeuge des Leipziger Ordnungsamts in Leutzsch haben sich Linksextremisten im Internet zu der Tat bekannt. Auf der Online-Plattform Linksunten.Indymedia.org brüstete sich am Donnerstagabend eine selbst ernannte „Anarchistische Zelle“ damit, das Behördenfahrzeug am Samstagmorgen „abgefackelt“ zu haben.

„Tagtäglich richtet sich eure Gewalt gegen uns. Wir kämpfen gegen eure Gewalt. Das taten wir schon immer und werden wir bis zur befreiten Gesellschaft fortführen“, heißt es in dem kurz vor Mitternacht veröffentlichten Schreiben wörtlich. Als Rechtfertigung für den Anschlag muss neben der „autoritären und kapitalistischen Ideologie“ des Staats auch die Asylpolitik herhalten. „Wir werden nicht tatenlos zusehen […] wie ihr uns tagtäglich jagt und Flüchtlinge hetzt und abschiebt“, schreiben die anonymen Verfasser. „Hände weg von der Rigaer Straße und unseren anderen Räumen“, fordern die Linksextremisten zudem und beziehen sich damit offensichtlich auf ein von Räumung bedrohtes Wohnprojekt der linksautonomen Szene in Berlin-Friedrichshain.

Staatsschutz hat Ermittlungen übernommen

„Der Eintrag ist uns bekannt. Wir nehmen das ernst“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt auf Anfrage von LVZ.de. Da ein politisches Tatmotiv naheliegt, habe die Abteilung Staatsschutz bereits am Wochenende die Ermittlungen von der Kripo übernommen. Zu den Tätern gebe es noch keine konkrete Spur. Auch die Schadenshöhe ist nach wie vor unklar.

Bei dem Brandanschlag auf dem umzäunten Behördengelände an der Hans-Driesch-Straße in Leutzsch war am Wochenende ein Kleinwagen komplett ausgebrannt, ein daneben geparktes Auto wurde durch die entstandene Hitze beschädigt. Ein Brandsatz unter einem dritten Wagen hatte nicht gezündet.

Es ist bereits der zweite linksextremistische Anschlag auf ein Behördengelände in diesem Jahr in Leipzig. Bereits am Neujahrsmorgen hatten unbekannte Täter acht Autos des Zolls im Stadtteil Eutritzsch angezündet. Es entstand ein Schaden von rund 200.000 Euro. Auch hier war bei Indymedia ein Bekennerschreiben veröffentlicht worden.

Von nöß

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