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Bombensprengung in Leipzig-Wahren: Liveticker zum Nachlesen

Die Ereignisse des Tages Bombensprengung in Leipzig-Wahren: Liveticker zum Nachlesen

Ausnahmezustand in Leipzig-Wahren: Eine 500 Kilogramm schwere Fliegerbombe ist am Donnerstag gesprengt worden. Rund 900 Anwohner mussten dafür seit dem Morgen ihre Häuser verlassen. LVZ.de verfolgt das Geschehen mit einem Live-Ticker.

Der Moment der Sprengung auf dem Gelände des Güterbahnhofs in Leipzig-Wahren.

Quelle: dpa

Leipzig. Um Punkt 12 Uhr war der Knall fast in ganz Leipzig zu hören: Auf dem Gelände des Güterbahnhofs in Wahren ist am Donnerstag eine 500-Kilo-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt worden. Es war bereits die zweite Bombensprengung auf dem Gelände an der Pater-Gordian-Straße im Nordwesten der Stadt in diesem Jahr. Seit dem Morgen mussten rund 900 Anwohner in einem Sicherheitsradius von einem Kilometer ihre Häuser verlassen. Die Bundesstraße 6 und der S-Bahnhof Wahren wurden gesperrt, der Zugverkehr umgeleitet. Auch das Porsche-Werk musste seine Produktion vorübergehend einstellen.

Fotos von der Sprengung der Fliegerbombe in Leipzig-Wahren.

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LVZ.de verfolgt das Geschehen mit einem Live-Ticker:

++ 15.57 Uhr ++ Die Polizei hat die Sprengung per Drohne gefilmt und - mit Musik unterlegt - auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht:

++ 14.51 Uhr ++ Der Bahnverkehr rollt nun wieder. Die Züge der S-Bahn-Linie 3 können wieder auf der normalen Route mit allen planmäßigen Haltepunkten verkehren, teilt die Deutsche Bahn mit. Es könne aber noch zu Verspätungen und einzelenen Ausfällen kommen.

++ 14.44 Uhr ++ In unserer Youtube-Zusammenfassung vom Tag beschreibt Sprengmeister Thomas Lange noch einmal die Schwierigkeit des Einsatzes (ab Minute 2:35): "Die Bombe lag im Gegensatz zu der im Januar flach in der Erde, in etwa 1,50 Meter Tiefe. [...] Die Splitter fliegen dann relativ weit."

++ 14.19 Uhr ++ Ab 15 Uhr soll der Schienenverkehr über den Bahnhof Leipzig-Wahren wieder aufgenommen werden, informiert Bahnsprecher Jörg Bönisch. Dann verkehrt auch die S-Bahn-Linie S3 zwischen Leipzig und Halle wieder auf ihrer planmäßigen Route. Aktuelle Verkehrsinfos gibt es auf der Störungs-Webseite der Deutschen Bahn.

++ 14.11 Uhr ++ Einen sieben Meter tiefen Krater hinterließ die Bombe. Derzeit laufen vor Ort noch Aufräumarbeiten, vor allem im Gleisbereich, so Polizeisprecher Uwe Voigt. Die Explosion hatte Trümmerteile unter anderem auf Oberleitungen der Bahn geschleudert.

++ 12.38 Uhr ++ Die Straßensperrungen werden aufgehoben.  Die Anwohner können zurück in ihre Häuser. Auch der Zugverkehr soll in Kürze wieder anrollen. Ein Inspektionsteam der Bahn fährt jetzt zum Ort der Sprengung. Dort prüfen die Experten Gleise und Oberleitungen, erklärt Bahnsprecher Jörg Bönisch. Anschließend entscheidet die Bahn, wann die Linie S3 wieder wie gewohnt fahren kann. Update: Voraussichtlich bis 16 Uhr kann es noch zu Einschränkungen kommen, heißt es auf der Webseite der Bahn.

++ 12.34 Uhr ++ Sprengmeister Thomas Lange (65) ist zufrieden. Er braucht jetzt erst mal neue Schuhe - und etwas Warmes zu essen. "Dass zwei Bomben der exakt gleichen Bauart in einer solchen räumlichen Nähe gefunden werden, ist äußerst selten", erzählt der Sprengstoffexperte, für den es bereits die 363. Sprengung war. Die Fundorte vom Donnerstag und vom 14. Januar liegen nur rund 700 Meter voneinander entfernt.

++ 12.22 ++ Die Polizei bestätigt: "Es sieht so aus, dass die Sprengung planmäßig verlaufen ist", informiert Sprecher Uwe Voigt am Telefon. Bislang ist von Schäden nichts bekannt. Von der Wucht der Detonation waren alle Beobachter beeindruckt. "Die Sprenung war so intensiv, dass Teile der Erdabdeckungen und Wassertanks bis auf die gut 500 Meter entfernte B6 geschleudert wurden", so Voigt. Der Sperrkreis von rund einem Kilometer war also keinesfalls übertrieben.

++ 12.15 Uhr ++ In sozialen Netzwerken berichten Einwohner, dass die Auswirkungen der Explosion noch kilometerweit registriert werden konnten. "Bis nach Taucha gehört und gespürt", schreibt eine Nutzerin. "12:01 Uhr auch in Lößnig zu hören gewesen", postet ein anderer User.

++ 12.05 Uhr ++ Die Sprengung verlief offenbar planmäßig - und überpünktlich. "Die Druckwelle war bis zu uns zu spüren", berichtet unser Vor-Ort-Reporter, der etwa einen Kilometer entfernt auf der B6 stand.

++ 12.00 Uhr ++  Die Bombe ist gesprengt!

++ 11.55 Uhr ++ Die Presse bereitet sich auf die Sprengung vor. Standort ist nun doch hinter einer Kuppe auf der B6. In wenigen Minuten soll es losgehen.

++ 11.37 Uhr ++ Vor Ort hat sich etwa ein Dutzend Medienvertreter im Regen eingefunden. Auch der MDR berichtet mit einem Live-Kamerateam. Den Sperrradius darf aber niemand betreten. Um 11.50 Uhr sollen die Journalisten zur Brücke der B6 am Güterbahnhof geführt werden, wo die Sprengung um Punkt 12 Uhr zu sehen ist. "Alles steht mit Kamera in der Hand bereit", berichtet unser Reporter. Anders als im Januar liegt die Bombe diesmal auf freiem Sichtfeld.

++ 11.18 Uhr ++ Laut Polizei ist die Evakuierung seit 11.15 Uhr abgeschlossen. "Alles ist gut verlaufen. Der Sprengmeister hat das Signal gegeben, dass um 12 Uhr gesprengt wird", so Polizeisprecher Uwe Voigt. Die Bombe wurde inzwischen mit Sand- und Wasserbarrieren gesichert, um die Sprengkraft einzudämmen. In den Notunterkünften haben sich insgesamt rund 30 Menschen eingefunden. Die anderen der rund 900 Anwohner sind bei der Arbeit oder kamen bei Freunden und Verwandten unter.

++ 11.03 Uhr ++ Mittlerweile kreist auch ein Hubschrauber der Bundespolizei über dem Fundort, berichtet unser Reporter. Update: Laut Polizei soll er sicherstellen, dass sich keine Personen mehr im Sperrradius aufhalten. Insgesamt sind rund 200 Einsatzkräfte vor Ort, darunter Feuerwehrleute, Rettungssanitäter, Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamts.

++ 10.43 Uhr ++ Immer wieder werden in Leipzig Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Insgesamt 7000 Tonnen Bomben gingen zwischen 1940 und 1945 auf die Stadt nieder, davon waren bis zu 20 Prozent Blindgänger, schätzen Experten. Die gezielte Suche danach gestaltet sich allerdings als schwierig.

++ 10.24 Uhr ++ Wer mit dem Auto unterwegs ist: Die B6 ist zwischen Pittlerstraße und Hans-Grade-Straße voll gesperrt. Der Verkehr wird weiträumig umgeleitet. Auf der Halleschen Straße, die tweilweise im Sperradius liegt, rollt der Verkehr noch in beide Richtungen. Vor der Sprengung ist jedoch auch hier zeitnah eine Sperrung geplant. Die Polizei rät, den Statteil Wahren bis zum Nachmittag zu umfahren , am besten über die A14/Auffahrt Leipzg-Mitte.

++ 10.14 Uhr ++ Die Bahn ist mit der momentanen Verbindung zwischen Halle und Leipzig zufrieden. „Es gibt kaum Beschwerden“ , sagt Bahnsprecher Jörg Bönisch. Die S 3 fährt über das Gleis am Flughafen und nicht über Schkeuditz. Am Flughafen stehen Busse bereit, um die Haltepunkte zwischen Halle und Schkeuditz anzusteuern. Der Ersatzverkehr sei zunächst bis 17 Uhr durchgeplant. „Sollte die Bombe früher gesprengt werden, können wir relativ schnell zum gewohnten Angebot zurückkehren“, so Bönisch.

Einsatzkräfte am Fundort der Bombe.

Quelle: Bastian Fischer

++ 9.58 Uhr ++ Die Bombe ist inzwischen teilweise freigelegt worden. "Sie liegt an der Oberfläche", so Polizeisprecher Uwe Voigt. Inzwischen ist bekannt: Ein privater Bombensuchdienst hatte den Blindgänger am Mittwoch bei Sucharbeiten entdeckt. "Er war mit einer Sonde unterwegs und ist bei Bohrungen auf die Bombe gestoßen", berichtet Voigt. Gegen 11 Uhr soll es einen Vor-Ort-Termin mit Sprengmeister Thomas Lange geben. Am Zeitplan 12 Uhr für die Sprengung wird weiter festgehalten. 

++ 9.48 Uhr ++ Unter Anwohnern kursieren  Gerüchte über eine zweite Bombe. Die Polizei widerspricht: "Das ist definitiv falsch", so Sprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ.de. 

++ 9.35 Uhr ++ Die Feuerwehr legt Schläche von einem nahegelegenen Hydranten, um Wassertanks zu befüllen, die später als Dämmung bei der Explosion dienen sollen. Im Januar musste das Wasser noch aufwändig über Tankwagen herangeschafft werden. Dadurch hatte sich die Sprengung verzögert.

++ 9.24 Uhr ++ In der Alfred-Kästner-Grundschule, eine von zwei Sammelstellen, haben sich die ersten Anwohner eingefunden. Ina Gruber (34) macht zum ersten Mal eine Evakuierung mit. Letztes Mal hatte sie noch Glück, da wohnte sie genau an der Grenze des Evakuierungsgebiets. Sie kritisiert, dass die älteren Leute nicht mit Essen und Getränken versorgt werden und auf den harten Bänken ausharren müssen.

Ina Gruber (34) musste ihre Wohnung verlassen.

Quelle: Dirk Knofe

++ 9.09 Uhr ++ Das Werk von Porsche in Leipzig stoppt ab 9.30 Uhr vorübergehend seine Produktion. Mehrere hundert Mitarbeiter der Frühschicht werden nach Hause geschickt. Wie Sprecherin Kristin Bergemann gegenüber LVZ.de sagte, ist der Zulieferer Dräxlmaier im Güterverkehrszentrum von der Evakuierung betroffen. Dieser liefert unter anderem Schalttafeln an den Premium-Autohersteller, daher müssen bei Porsche die Bänder angehalten werden. "Wir bekommen die Teile just in time", erklärte Bergemann. Die Produktion soll nach der Sprengung mit der Spätschicht am Nachmittag fortgesetzt werden, so die Sprecherin.

++ 8.49 Uhr ++ Die Bombensprengung birgt diesmal eine besondere Schwierigkeit: Der 500-Kilo-Blindgänger englischen Fabrikats liegt unter der Erde , bestätigt die Polizei. Wie genau die Sprengung abläuft, soll bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Sprengmeister nach 10 Uhr geklärt werden, so Polizeisprecher Uwe Voigt. Die Bombe besitzt einen chemischen Langzeitzünder und kann daher nicht entschärft werden.

++ 8.23 Uhr ++ Anwohnerin Gitta Dietrich wird bereits zum zweiten Mal evakuiert . Die Seniorin nimmt es Recht gelassen, es sei ja ein notwendiges Übel. Trotzdem ist natürlich auch ein wenig Angst im Spiel, etwa, dass Scheiben platzen.

++ 8.19 Uhr ++ Der Fundort der Bombe befindet sich laut Polizeisprecher Uwe Voigt in  "unmittelbarer Umgebung" der letzten Sprengung am 14. Januar. Die Fundstelle am Güterbahnhof Wahren wurde in der Nacht bewacht. Die Polizei geht davon aus, dass die Evakuierung bis 11.30 Uhr abgeschlossen ist, so dass am Mittag planmäßig gesprengt werden kann. DHL und die Autowerke von BMW und Porsche im Norden der Stadt sind von der Evakuierung nicht betroffen, so die Polizei auf Nachfrage.

++ 8.08 Uhr ++ Laut unseren Reportern vor Ort ist viel Polizei in Wahren zu sehen. Im Berufsverkehr kommt es zu Staus . Die B 6 ist seit gestern gesperrt, der Verkehr rollt über eine Umleitungsstrecke. An der Ecke Pater-Gordian-Straße/Tannenwaldstraße stehen Rettungswagen bereit. 

 

++ 7.53 Uhr ++ Die Evakuierung habe um 7.30 Uhr begonnen, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt soeben gegenüber LVZ.de. Die Behörden gehen davon aus, dass etwa 900 Personen in dem Bereich wohnen. Hinzu kommen Firmen und Gewerbe. "Der Lautsprecherwagen fährt jetzt durch die Straßen", so Voigt. Bereits am Abend waren die Anwohner über die Evakuierung informiert worden. Zwei Sammelunterkünfte wurden eingerichtet: die Alfred-Kästner-Grundschule am Gartenwinkel 30 und die Sporthalle des Rugby Club Leipzig in der Stahmelner Straße 218.

++ 7.32 Uhr ++ Der S-Bahnverkehr ist seit dem späten Mittwochnachmittag rund um den Bahnhof Wahren eingestellt. Züge der Linie 3 werden über Leipzig-Flughafen umgeleitet. Von dort bis zum Hauptbahnhof Halle wurde ein  Schienenersatzverkehr mit Bussen eingerichtet. Die Haltepunkte Gohlis, Olbrichtstraße, Slevogtstraße, Wahren, Lützschena, Schkeuditz, Schkeuditz West, Großkugel, Gröbers, Dieskau und Halle Messe können mit der S-Bahn nicht angefahren werden. „Fahrgäste sollten vorsichtshalber etwas mehr Zeit einplanen“, so eine Bahn-Sprecherin. 

++ 7.22 Uhr ++ Der Fundort der Bombe ist in einem Radius von 1000 Metern abgesperrt. In diesem Areal leben etwa 600 Menschen, die evakuiert werden müssen, schätzen die Behörden.

++ 7.15 Uhr ++ Die Behörden haben mit einer Sprengung in Wahren bereits Erfahrung: Schon am 14. Januar war auf dem Güterbahnhof eine Fliegerbombe kontrolliert gesprengt worden. Rund 30 Meter hoch schoss die Fontäne aus Wasser, womit der Blindgänger zuvor aus Sicherheitsgründen gedämmt wurde.

++ 7.03 Uhr ++ Die Bundesstraße 6 soll bis nach der Sprengung um 12 Uhr gesperrt bleiben. Auch der Zugverkehr auf der Strecke ist unterbrochen. S-Bahnen werden über den Flughafen Leipzig/Halle umgeleitet.

++ 7.00 Uhr ++ Bei Bauarbeiten wurde am Mittwoch gegen 15 Uhr die Fliegerbombe auf dem Güterbahnhof Wahren gefunden. Die Sprengung der Fliegerbombe ist für Donnerstag, 12 Uhr, geplant. Ab 7 Uhr soll die Gegend um die Bombe in einem Radius von 1000 Metern evakuiert werden.

Auf dem Güterbahnhof in Leipzig-Wahren wurde am Mittwochnachmittag eine Fliegerbombe gefunden. Sie soll am Donnerstag um 12 Uhr gesprengt werden. Fotos: Dirk Knofe

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