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Manipulierte Geldautomaten: Polizei meldet weitere Betrugsfälle im Stadtgebiet

Manipulierte Geldautomaten: Polizei meldet weitere Betrugsfälle im Stadtgebiet

Die am Dienstag bekannt gewordene Manipulation an einem Geldautomaten der Sparkasse Leipzig ist nicht der einzige aktuelle Betrugsfall. Zunächst konkretisierte die Polizei auf Anfrage der Leipziger Volkszeitung den neuesten Fall: Der manipulierte Automat bei Galeria Kaufhof in der Leipziger Innenstadt sei bereits am 8. Mai entdeckt worden.

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Quelle: dpa

Leipzig. Polizeisprecher Uwe Voigt bestätigte eine eingegangene Anzeige, die Schadenshöhe sei noch nicht bekannt.

Zudem habe es in den vergangenen Wochen weitere Betrugsfälle an Geldautomaten gegeben. So wurde am 11. April ein Sparkassen-Automat in der Könneritzstraße manipuliert. 20 Anzeigen liegen vor, der Schaden wird bis jetzt auf 22.000 Euro beziffert. Zwei Tage danach wurde an der Lützener Straße ein weiterer betroffener Automat der Sparkasse entdeckt. Hier gibt es laut Polizei zwei Anzeigen, der Schaden beläuft sich auf 2.300 Euro.

Neben den Geldautomaten der Sparkasse ist auch die Deutsche Bank betroffen. Am 8. Mai, also am gleichen Tag wie beim Gerät in der City, wurden bei einem Geldautomaten in der Könneritzstraße Veränderungen festgestellt. 23 Anzeigen liegen vor, die Schadenshöhe beträgt etwa 27.000 Euro.

Dieses so genannte Skimming verläuft stets nach dem gleichen Schema - wie auch vor zwei Jahren, als es schon einmal eine konzertierte Datenklau-Aktion in Leipzig gab: Am Karteneinzugsschlitz montieren die Täter einen Aufsatz, womit die Magnetstreifen der EC- oder Kreditkarten kopiert werden.

Über der Tastatur ist eine Mini-Kamera versteckt, welche die Eingabe der Geheimzahl filmt. Bisweilen nutzen die Täter anstelle der Kamera eine Tastatur-Attrappe, um die Pin abzugreifen. Nach der Installation müssen die Späher nur warten: Manche lassen sich neue Kartendaten per E-Mail schicken, andere sitzen in Automatennähe im Auto und bekommen die Zahlen per Funk auf ihr Laptop. Die Daten lassen sich später so kombinieren, dass die Betrüger mit einer geklonten Karte die Konten plündern können.

Das Geschäftsmodell ist besorgniserregend erfolgreich. Einer aktuellen Studie der Europäischen Agentur für Netz- und Informationssicherheit zufolge beläuft sich der Schaden europaweit auf 500 Millionen Euro pro Jahr.  Laut Voigt handele es sich bei den Tätern um gut organisierte Gruppen, die vorwiegend aus Bulgarien oder Rumänien kommen.

sl/F.D.

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