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Mann kommt bei Gasexplosion im Leipziger Norden ums Leben - Bäckerei völlig zerstört

Mann kommt bei Gasexplosion im Leipziger Norden ums Leben - Bäckerei völlig zerstört

Leipzig. Bei der Explosion einer Bäckerei im Leipziger Stadtteil Mockau ist am Mittwochnachmittag ein Mann ums Leben gekommen. Das bestätigte Polizeisprecherin Uta Barthel gegenüber LVZ-Online.

Nach bisherigen Erkenntnissen habe es sich um eine Gasexplosion und damit um einen Unfall gehandelt. „Wir sehen derzeit keine Anhaltspunkte für eine Straftat“, sagte Barthel.

Das Opfer war teilweise verschüttet, ein Arzt habe ihm aber nicht mehr helfen können. Die  Leiche des Mannes wurde gegen 19.15 Uhr geborgen. Wegen der Verletzungen konnte seine Identität noch nicht geklärt werden, so die Polizeisprecherin. Neue Erkenntnisse erwartete sie für Donnerstag.

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Leipzig. Die Explosion in der Leipziger Bäckerei im Stadtteil Mockau vor einer Woche wurde vermutlich durch eine Zigarette verursacht. Nach Erkenntnissen der Polizei habe die Glut ein Gasgemisch zur Explosion gebracht. Der syrische Inhaber soll den Untersuchungen zufolge bei Umbauarbeiten seine Backstube von Erd- auf Propangas umgestellt haben.

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Die Beamten gingen nicht davon aus, dass es noch weitere Todesopfer oder Verletzte gegeben hat. Bis zum Abend wurden die Trümmer mit schwerer Technik abgetragen. Die Arbeiten sollten am Donnerstag weitergehen. Der Flachbau der Bäckerei wurde völlig zerstört.

Am Nachmittag füllen sich die Straße zusehends, immer mehr Menschen schauen den Rettungskräften bei ihrer Arbeit zu. Darunter ist auch Mohammed Ibrahim. Er ist geschockt und kreidebleich. Reden fällt ihm schwer, denn er befürchtet, dass es sich bei dem Toten um seinen Freund, den Inhaber des Geschäftes, handelt. „Er hat den Laden gerade erst aufgebaut und wollte dort Fladenbrote produzieren“, berichtet Ibrahim. Der Unternehmer sei genau wie er Syrer, lebe seit 15 Jahren in Deutschland und habe drei Kinder.

Fassungslos sitzt die Vietnamesin Thi Kim Nhung Herfurth am Straßenrand. "Ich war allein im Laden, als ich den lauten Knall hörte", berichtet sie. Ihr Asia-Imbiss-Laden befindet sich direkt vor den Überresten der Bäckerei. Auch sie kennt den Besitzer des Geschäfts. "Manchmal kam er zu mir essen." Sie wurde von der Polizei nach Hause geschickt, gegen 20 Uhr sollte sie wieder auf das abgesperrte Gelände zurückkehren dürfen.

Die Explosion in dem Hinterhaus an der Ecke Mockauer Straße / Rosenowstraße hatte sich gegen 14.20 Uhr ereignet. „Wir haben nur einen Knall gehört und einen gewaltigen Druck auf dem Brustkorb gespürt“, berichtete Kathrin Hoffmann, Mitarbeiterin eines benachbarten Discountmarktes. "Anfangs dachten wir, es war ein Autounfall, bis wir die Flammen hinter dem Laden sahen." Augenzeugen berichteten sogar von in die Luft geschleuderten Mülltonnen.

Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte waren zu einem Großeinsatz ausgerückt. Auch Suchhunde waren kurzzeitig im Einsatz.

Die Mockauer Straße musste zwischen Dortmunder und Friedrichshafner Straße für Autos und Straßenbahnen gesperrt werden. Gegen 16:30 Uhr war diese wieder befahrbar.

Annett Böhm/Matthias Roth/maf

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