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Mann verstümmelt sich und springt in der Südvorstadt aus dem Fenster

Vorfall in Leipzig Mann verstümmelt sich und springt in der Südvorstadt aus dem Fenster

Zunächst trennte er sich mit einer Brotmaschine die Finger ab, dann sprang er aus dem Fenster. Ein 34-Jähriger aus der Südvorstadt fügte sich am Mittwoch schwere Verletzungen zu. Zunächst hieß es, sein Staffordshire Terrier habe ihn angefallen.

Polizeieinsatz in dem Haus in der Arthur-Hoffmann-Straße.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Spektakuläre Wende nach einem Vorfall in der Leipziger Südvorstadt: Ein an den Händen schwer verletzter Mann will sich die Blessuren selbst beigebracht haben. Das bestätigte die Polizei am Nachmittag. Er habe sich die Fingerglieder an einer Brotschneidemaschine abgetrennt und die andere Hand auf einer Herdplatte verstümmelt, gab der 34-Jährige an. Anschließend stürzte er sich aus der Wohnung in der ersten Etage und wurde schwer verletzt. Er wurde in eine Klinik eingeliefert.

Aus diesem Haus in der Arthur-Hoffmann-Straße stürzte am Mittwoch ein 34-Jähriger. Zuvor soll sich der Mann selbst verstümmelt haben. Fotos: André Kempner

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Als die Rettungskräfte gegen 13 Uhr in der Wohnung im Bereich Körnerstraße/Arthur-Hoffmann-Straße eintrafen und die Tür eintraten, sei ihnen ein Staffordshire-Bullterrier entgegengekommen, berichtete die Polizei. Daraufhin schlossen sie wieder die Tür. Ein Nachbar hatte die Polizei zuvor alarmiert und berichtet, dass der Mieter "mit blutverschmierten Händen" auf dem Fensterbrett der ersten Etage kniete. Obwohl ein Notarzt beruhigend auf den Mann einwirkte, sprang er später vom Fensterbrett.

Polizei stellt Fingerglieder sicher

Zunächst hieß es, das Tier habe sein Herrchen schwer verletzt. Der Mann soll sich anschließend auf das Fensterbrett gerettet haben, sei dann aber abgestürzt und habe dabei weitere schwere Blessuren erlitten. Noch im Krankenwagen kam der bewusstlose 34-Jährige wieder zu sich. Er gab an, freiwillig gesprungen zu sein und sich die Verletzungen selbst zugefügt zu haben.

Die Polizei hält dies für glaubhaft. Beamte fanden in der Wohnung Fingerglieder und sicherten Spuren an der Brotmaschine. Was den Mann zu seiner Tat trieb, ist noch unklar. "Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat der 34-Jährige erhebliche gesundheitliche Probleme. Derzeit konnte noch nicht geklärt werden, ob Betäubungsmittel eine Rolle spielen", teilte Polizeisprecherin Birgit Höhn mit. Der Bullterrier wurde von der Tierrettung und Hundeführern der Polizei aus der Wohnung geholt. Das brave Tier habe sich "ohne Probleme einfangen lassen", so Höhn.

F. D. / nöß

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