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Mehr als 100 Strohballen bei Markranstädt in Brand gesetzt

Mehr als 100 Strohballen bei Markranstädt in Brand gesetzt

Markranstädt. Die Nacht von Donnerstag auf Freitag war für die Kameraden der Markranstädter und Lindennaundorfer Feuerwehr sehr kurz.

Am Donnerstagabend gegen 20 Uhr wurden sie zu einem Strohballenbrand auf einem Erdbeerfeld in Lindennaundorf gerufen. Unbekannte Täter hatten rund 100 Ballen eines Bauern in Brand gesteckt.

30 Einsatzkräfte der Wehren rückten an, allerdings konnten sie vor Ort nicht mehr viel tun, wie René Hentschel, Sprecher der Feuerwehr Markranstädt, erklärte. „Nachdem eine stabile Wasserversorgung von Lindennaundorf hergestellt wurde, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern, brachten wir die Lüfter in Stellung, um die knapp 100 Strohballen kontrolliert abbrennen zu lassen."

Erst gegen 23 Uhr konnten die ersten Feuerwehrmänner nach Hause, „einige blieben aber bis 3 Uhr morgens, bis die Ballen runter gebrannt waren", so Hentschel weiter. Für die Feuerwehren war es der bereits dritte Einsatz in vier Wochen. So wurden alleine am 6. Dezember Ballen an zwei verschiedenen Orten in Lindennaundorf in Brand gesteckt, eine Woche später mussten die Wehren zur Gartenanlage „Zum Ast" ausrücken. Dort standen zwei Gartenlauben in Flammen.

Laut Polizei verursachte der Brand der Strohballen am Donnerstagabend einen Sachschaden von rund 8000 Euro. Der Besitzer, der Bauer des Erdbeerfeldes, habe Anzeige erstattet.

Hentschel geht davon aus, dass in allen drei Fällen der Brand gelegt wurde. „Strohballen und Gartenlauben entzünden sich nicht alleine, schon gar nicht, wenn es geregnet hat", sagt er. Nun hofft der Sprecher der Markranstädter Feuerwehr, dass die Weihnachtstage ruhiger verlaufen und die Kameraden nicht an den Feiertagen ausrücken müssen.

Julia Tonne

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