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Mehr tödliche Fahrradunfälle in Sachsen – Zahl der Verletzten steigt besonders in Leipzig

Mehr tödliche Fahrradunfälle in Sachsen – Zahl der Verletzten steigt besonders in Leipzig

Pedalritter auf Sachsens Straßen leben gefährlich: Von Januar bis September dieses Jahres kamen bereits 22 Fahrradfahrer bei Unfällen ums Leben. Das war schon jetzt ein Todesopfer mehr als im gesamten Vorjahr, teilte das Statistische Landesamt am Dienstag mit.

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Die Zahl der tödlichen Fahrradunfälle in Sachsen ist 2014 gestiegen. In Leipzig gab es besonders viele Verletzte - vor allem bei älteren Radfahrern.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Auch die Zahl der Verletzten stieg deutlich an, vor allem bei älteren Verkehrsteilnehmern. So mussten in Leipzig doppelt so viele Senioren über 65 Jahren nach Unfällen ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Insgesamt 3393 Radfahrer verunglückten nach Angaben der Statistiker aus Kamenz in den ersten neun Monaten des Jahres in Sachsen. Das waren 17 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Jeder fünfte Unfall ereignete sich in Leipzig: Mit 731 erfassten Fällen verzeichnete das Statistische Landesamt hier einen besonders starken Anstieg um fast 20 Prozent (2013: 617). Auch die Zahl der Verletzten nahm deutlich zu: Mit schweren Blessuren wurden 119 Radfahrer (2013: 96) ins Krankenhaus eingeliefert, 609 (2013: 518) erlitten leichte Verletzungen.

Milder Winter führte zu mehr Unfällen

Als Grund für den Anstieg macht das Landesamt vor allem den milden Jahresanfang  verantwortlich. Aufgrund der niedrigen Temperaturen seien viele Verkehrsteilnehmer schon frühzeitig aufs Rad umgestiegen, was wahrscheinlich auch die Unfallzahlen erhöht habe. „Schon im Frühjahr haben wir ungewöhnlich für diese Jahreszeit einen deutlichen Anstieg registriert“, bestätigte auch Alexander Bertram, Sprecher der Polizeidirektion Leipzig, auf Anfrage von LVZ-Online.

Zwar machen in Leipzig 25- bis 35-Jährige mit 222 Verletzten den Großteil der Unfallbeteiligten aus. Bei Senioren war jedoch ein dramatischer Anstieg an Schwerverletzten zu verzeichnen: Von 18 verdoppelte sich die Zahl nahezu auf 33. Eine Erklärung konnte die Polizeidirektion hierfür nicht geben. Häufig führe Unachtsamkeit zu Unfällen, hieß es. „In der dunklen Jahreszeit gibt es zudem noch immer viele Radfahrer, die ohne Licht unterwegs sind“, warnte Bertram.

Allein acht Tote im Raum Leipzig

Drei Radfahrer kamen bei Unfällen im Leipziger Stadtgebiet ums Leben – ebenso viele wie im Vorjahr. Ein 71-Jähriger wurde im März beim Überqueren einer Straße in Grünau von einem Auto erfasst und tödlich verletzt. Im April stürzte ein 83-Jähriger auf dem Ranstädter Steinweg und wurde von einem Lastwagen erfasst. Der letzte tödliche Unfall ereignete sich im September, als auf der Berliner Straße ein 40-Jähriger von einem abbiegenden Lkw erfasst und überrollt wurde.

Während im Landkreis Leipzig die Zahl der Unfälle von 144 auf 130 (ein Todesopfer) leicht zurück ging, stieg sie im Kreis Nordsachsen von 128 auf 146 an. Mit vier Unfällen endeten hier zudem besonders viele Kollisionen tödlich – drei der Opfer waren ebenfalls älter als 65 Jahre. Die Statistiker registrierten in den ersten neun Monaten aber auch einen generellen Anstieg von Unfällen auf Sachsen Straßen. Insgesamt 154 Verkehrsteilnehmer (2013: 145) starben. 3124 Personen – und damit 269 mehr als im Vorjahreszeitraum – wurden schwer verletzt.

Robert Nößler

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