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Polizeiticker Leipzig Brand in Eisenbahnstraße – Mieter retten sich im Sprungpolster
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Brand in Eisenbahnstraße – Mieter retten sich im Sprungpolster
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15:36 26.11.2018
Die Feuerwehr mussten die Häuser mit Leitern erklimmen. Quelle: Holger Baumgärtner
Leipzig

Eine Schreckensnacht haben 21 Mieter eines Mehrfamilienhauses in der Leipziger Eisenbahnstraße erlebt. Das Gebäude stand am Montag gegen 1.30 Uhr in Flammen. Nach Angaben der Polizei ist das Feuer im Erdgeschoss ausgebrochen.

„Die Besatzung eines Streifenwagens war bereits wenige Minuten später zuerst vor Ort“, berichtete Polizeisprecher Andreas Loepki. Die Beamten versuchten zunächst mit einem Handfeuerlöscher den Brand zu bekämpfen, waren aber chancenlos. Die Flammen hatten bereits auf die erste Etage übergegriffen.

In der Nacht zu Montag hat es in einem Mietshaus im Erdgeschoss gebrannt. Die Flammen hatten auch schon auf die erste Etage übergriffen. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus.

In den Stockwerken darüber warteten die Bewohner an geöffneten Fenstern auf Hilfe. „Teilweise saßen sie sogar auf den Fensterbrettern, während dichter Qualm nach außen drang“, so Loepki. Die Feuerwehr rettete schließlich 15 Menschen über eine Drehleiter. Zwei Mieter brachten sich mit einem Sprung in ein Luftpolster unverletzt in Sicherheit, so Loepki weiter. Vier weitere Bewohner konnten sich selbst retten.

Anschließend seien zwölf Personen wegen Rauchgasvergiftungen behandelt worden, drei von ihnen mussten in eine Klinik eingeliefert werden. Zum Alter der Betroffenen machte die Polizei keine abschließenden Angaben. Der älteste Mieter des vorrangig von Studenten und Migranten bewohnten Gebäudes ist 75 Jahre alt, der jüngste 20 Jahre alt.

Bewohner warten auf Hilfe

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von rund 100 Einsatzkräften vor Ort. „Wir hatten außerdem sechs Löschfahrzeuge und zwei Drehleitern dabei“, sagte Feuerwehrsprecher Torsten Kolbe. Die meisten Mieter hätten sich richtig verhalten und am Fenster auf die Helfer gewartet. Nur in einer Wohnung in der zweiten Etage sei die Tür geöffnet gewesen. Die Flammen seien so auch in die Unterkunft eingedrungen.

Das in Flammen stehende Treppenhaus mit seiner Holzstiege sei der einzige Fluchtweg gewesen. „Wenn das einmal brennt, kann man kaum noch etwas machen“, so Kolbe. Durch die Kaminwirkung greife der Brand schnell auf weitere Etagen über.

Auch Nahverkehr betroffen

Anschließend seien zwölf Personen wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt worden, drei von ihnen mussten in eine Klinik eingeliefert werden. Zum Alter der Betroffenen konnte die Polizei noch keine abschließende Angaben machen. Der älteste Mieter, des vorrangig von Studenten und Migranten bewohnten Gebäudes, ist 75 Jahre alt, der jüngste 20 Jahre alt.

Das Haus ist zunächst unbewohnbar. Die Leipziger Verkehrsbetriebe stellten zur Erstversorgung Busse bereit. Zehn Menschen werden jetzt in Notunterkünfte der Stadt untergebracht. Der Rest fand bei Verwandten und Freunden ein Dach über dem Kopf.

Die Eisenbahnstraße war bis 9.45 Uhr zwischen Idastraße und Torgauer Platz komplett gesperrt. Betroffen waren auch die Straßenbahnlinien 3 und 8. Am Mittag musste der Unglücksort noch einmal für Untersuchungen der Brandspezialisten zeitweise blockiert werden.

Das Haus ist zunächst unbewohnbar. Die Leipziger Verkehrsbetriebe stellten zur Erstversorgung Busse bereit. Zehn Menschen werden jetzt in Notunterkünften der Stadt untergebracht. Der Rest fand bei Verwandten und Freunden ein Dach über dem Kopf.

Die Eisenbahnstraße war bis 9.45 Uhr zwischen Idastraße und Torgauer Platz komplett gesperrt. Betroffen waren auch die Straßenbahnlinien 3 und 8. Am Mittag musste der Unglücksort noch einmal für Untersuchungen der Brandspezialisten zeitweise blockiert werden.

Einen Tag vor Heiligabend haben 18 Menschen in der Leipziger Eisenbahnstraße ihre Wohnungen verloren.

Nach Angaben von Ricardo Schulz, Sprecher der Staatsanwaltschaft, wird jetzt wegen versuchten Mordes und besonders schwerer Brandstiftung gegen unbekannt ermittelt. Hinweise nehmen die Beamten unter der Rufnummer 0341/96646666 oder bei der Polizeidirektion in der Dimitroffstraße 1 entgegen.

In dem Haus hatte es im vergangenen Jahr schon einmal gebrannt. Einen Tag vor Heiligabend wüteten damals dort die Flammen. Ein Unbekannter hatte damals einen unter der Holztreppe abgestellten Kinderwagen angezündet. Die Ermittlungen zu diesem Fall wurden laut Schulz im zurückliegenden Juni eingestellt, weil kein Täter ermittelt werden konnte. Die Akten werden jetzt für den aktuellen Fall herangezogen.

Am vorvergangenen Wochenende war ein 58 Jahre alter Mann bei einem Brand in der Geißlerstraße ums Leben gekommen. Im März war bei einem Wohnhausbrand in der Wurzener Straße eine Frau ums Leben gekommen.

Ein Großfeuer wütete in einem Mehrfamilienhaus in der Nacht zu Karfreitag in der Wurzener Straße in Leipzig.

In beiden Fällen fehlt der Staatsanwaltschaft ebenfalls noch der Durchbruch. Feuerwehrsprecher Kolbe will nicht von einer Serie sprechen. „Richtig ist aber: In Volkmarsdorf und Grünau brennt es häufiger als in anderen Stadtteilen“, so der Sprecher.

Von Matthias Roth

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