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Mieter soll Explosion in Leipzig-Meusdorf selbst herbeigeführt haben

Versuchter Mord Mieter soll Explosion in Leipzig-Meusdorf selbst herbeigeführt haben

Überraschende Wende im Fall der Wohnungsexplosion in Leipzig-Meusdorf. Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen den Mieter erlassen, er sitzt bereits in Untersuchungshaft. Er soll die Wohnung selbst in die Luft gesprengt haben.

Bei der Explosion in Leipzigs-Meusdorf wurden drei Menschen verletzt, eine Frau liegt immer noch im Krankenhaus.
 

Quelle: dpa

Leipzig. Gut zwei Wochen nach der Explosion in Leipzig-Meusdorf mit drei Verletzten sind sich die Ermittler sicher: Der Mieter der Wohnung hat die Detonation selbst herbeigeführt. Die Staatsanwaltschaft beantragt am Dienstag Haftbefehl gegen den 28-Jährigen, der sich zum Zeitpunkt der Verpuffung und des anschließenden Brandes nach bisherigen Informationen in Thüringen aufgehalten hatte. „Wir werfen ihm versuchten Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion, besonders schwere Brandstiftung und gefährliche Körperverletzung vor“, so Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz zu LVZ.de. Es bestehe dringender Tatverdacht. Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass der Beschuldigte den Tod anderer Hausbewohner billigend in Kauf genommen hat, daher der Verdacht des versuchten Mordes. Inzwischen sitzt der Mann in Untersuchungshaft. Bisher habe sich der 28-Jährige aber nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Warum der Mieter die Explosion ausgelöst haben soll, wollte Schulz nicht sagen. „Zu den Hintergründen äußern wir uns derzeit nicht“, so der Oberstaatsanwalt. Er verwies auf die noch laufenden Ermittlungen. „Alle bisherigen Spuren und Erkenntnisse sprechen aber dafür, dass der Mieter für die Explosion verantwortlich ist“, sagte Schulze. Anhaltspunkte auf weitere Täter gebe es hingegen nicht.

Bei der Explosion in dem Wohnblock in Barclayweg 16 waren am 7. Oktober drei Menschen verletzt worden, eine 38-Jährige lebensbedrohlich. Sie war in Panik vom Balkon im vierten Obergeschoss gesprungen. Laut Polizei war ein Gas-Luft-Gemisch für die Verpuffung verantwortlich. Zu neuen Erkenntnissen, wie das Gas in die Wohnung gelangte, wollte sich Oberstaatsanwalt Schulz am Dienstag nicht äußern. Laut dem Hauseigentümer, der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft (LWB), liegt an dem Block kein Gasanschluss an.

Die bei der Explosion schwer verletzte Frau liegt unterdessen immer noch im Krankenhaus. Inzwischen gibt es zudem erste Schätzungen zum entstandenen Schaden: Er liegt laut Staatsanwaltschaft und Polizei bei rund einer Millionen Euro.

Von luc

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