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Militante Gruppe Leipzig: Gewaltaufrufe weiterhin im Internet

Militante Gruppe Leipzig: Gewaltaufrufe weiterhin im Internet

Die Ermittlungen zur "Militanten Gruppe Leipzig" (MG) gestalten sich schwieriger als erwartet. Knapp drei Wochen nach der Festnahme des mutmaßlichen Brandstifters Tommy T.

(24) beißen sich die Computerexperten des Landeskriminalamtes (LKA) an den Beweismitteln noch immer die Zähne aus. Der vermeintliche Linksterrorist - bis vor ein paar Monaten Gesellschafter und Filialleiter einer Computerkette - hat seine Dateien mit diversen Algorithmen derart aufwändig verschlüsselt, dass die Ermittler aus den beschlagnahmten Festplatten bisher keine konkreten Erkenntnisse ziehen konnten, sagte LKA-Sprecherin Silvaine Reiche.

Tommy T. steht im Verdacht, am 31. Januar in Ost einen BMW X5 abgefackelt zu haben. Auch weitere Anschläge, zu denen sich die MG bekannt hatte, gehen womöglich auf sein Konto. Ein Fahrzeugbrand kurz nach der Festnahme von Tommy T. hat laut LKA jedoch nichts mit der MG zu tun. Somit sei noch immer fraglich, ob der inhaftierte Tommy T. Komplizen hat, so Reiche.

Die Internetseite, auf der die MG ihre krude Bekennerprosa publiziert hat, ist weiterhin online. Dabei landeten vergleichbare Fälle, etwa im Zusammenhang mit militanten Tierschützern oder Genmais-Gegnern, sogar vor Gericht - Vorwurf: Aufruf zu Straftaten im Internet.

Auch die MG Leipzig übt rhetorisch nicht gerade Zurückhaltung. "Es ist an der Zeit, die Revolution einzuleiten", ist beispielsweise in dem Weblog noch immer zu lesen. "Ein radikales Handeln ist endlich notwendig!" Demonstrationen und Flugblattaktionen seien "lau", politischen Gegnern und der Polizei solle man besser "mit Knüppeln und scharfen Waffen begegnen". Das LKA hält dies jedoch strafrechtlich für nicht relevant.

F. D.

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