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Missbrauch: 26-jähriger Grünauer legt Teilgeständnis ab

Missbrauch: 26-jähriger Grünauer legt Teilgeständnis ab

"Mein Sohn wollte nicht zur Polizei, weil er Angst hatte. Ihm wurde eingeflößt: ,Du bist ein Kind, dir glaubt sowieso keiner'." Erst im November 2013 hatte der damals Zehnjährige seiner Mutter offenbart, schon seit Monaten von Denis R.

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Der Angeklagte im Gerichtssaal.

Quelle: André Kempner

(26) in dessen Wohnung in Grünau missbraucht zu werden. "Ich fragte ihn, warum er mir nicht schon eher etwas davon gesagt hat", berichtete Mandy H. (28) gestern als Zeugin im Prozess gegen den Angeklagten am Landgericht. "Mein Sohn erklärte mir daraufhin, dass er mir nicht wehtun wollte", so die Frau weiter. Sie hatte damals Anzeige erstattet - der 26-Jährige kam in Untersuchungshaft.

Die Staatsanwaltschaft wirft Denis R. schweren sexuellen Missbrauch in 38 Fällen vor. Wie berichtet, soll er von April bis November in mindestens 35 Fällen am Geschlechtsteil des Jungen manipuliert oder ihn zu solchen Handlungen gedrängt haben. In drei Fällen habe er das Kind auch zu Analverkehr gezwungen, lautet der Vorwurf. Ermittlungen zufolge ließ er den Zehnjährigen in der Wohnung in der Breisgaustraße mit seiner Playstation spielen, verlangte sexuelle Gegenleistungen. Zum Prozessauftakt Anfang Mai hatte der Angeklagte noch geschwiegen. Am gestrigen zweiten Verhandlungstag legte Denis R. ein Teilgeständnis ab. Einer Erklärung seines Verteidigers Wolfgang Männel zufolge räumte der 26-Jährige acht Handlungen ein - allerdings keinen Analverkehr. Damit das Opfer nicht in Gegenwart des Angeklagten aussagen muss, nahm der inzwischen Elfjährige in einem Nachbarraum des Gerichtssaales 230 Platz und wurde in einer Video-Vernehmung befragt. Dabei schlossen die Richter nach einem Antrag der Opferanwältin auch die Öffentlichkeit aus.

Der Prozess dauert länger als ursprünglich geplant, die 3. Strafkammer beraumte inzwischen Termine bis 17. Juli an. Denis R. wird zudem von einem Psychiater begutachtet, denn ihm droht auch Sicherungsverwahrung, da er wegen sexuellen Missbrauchs schon vorbestraft ist. 2009 erhielt er zwei Jahre Haft.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 22.05.2014

Sabine Kreuz

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