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Mit Pistole bedroht: Leipziger Verkäuferin schlägt bewaffnete Räuber in die Flucht

Mit Pistole bedroht: Leipziger Verkäuferin schlägt bewaffnete Räuber in die Flucht

Mit so viel Gegenwehr hatten die Täter wohl nicht gerechnet: Bei einem Überfall auf einen Spätverkauf in Leipzig-Gohlis hat eine Mitarbeiterin zwei bewaffnete Räuber in die Flucht geschlagen.

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Auf diesen Spätverkauf in der Virchowstraße in Leipzig-Gohlis hatten es die bewaffneten Räuber abgesehen. Mit der Corage der 50-jährigen Verkäuferin hatten sie nicht gerechnet.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Die 50-Jährige war am Dienstagabend von den maskierten Männern mit einer Pistole bedroht worden und lieferte sich mit einem der beiden eine Rangelei. Sie blieb unverletzt. Nach den Tätern fahndet nun die Kripo.

Gegen 21.45 Uhr – die Verkäuferin war nach Polizeiangaben gerade beim Saubermachen – betraten die beiden Männer das Geschäft in der Virchowstraße. „Der eine richtete eine Pistole auf die Angestellte und schrie ihr etwas Unverständliches zu. Der andere öffnete indessen eine mitgebrachte Sporttasche und fing an, das Zigarettenregal auszuräumen und zahlreiche Schachteln einzustecken“, berichtete Polizeisprecher Alexander Bertram am Mittwoch.

Frau entreißt Räuber die Tasche

Die Frau schaute dabei jedoch nicht tatenlos zu: Sie habe einen der Räuber vom Regal weggedrängt und versucht, ihm die Tasche zu entreißen, so Bertram. „Nach kurzem Tauziehen musste sich dieser ihr geschlagen geben und beide Täter flüchteten ohne Beute“, erklärte der Sprecher. Auch die Tasche ließen sie zurück. Trotz großangelegter Fahndung mit einem Suchhund konnten die Täter flüchten. Die Spur verlor sich laut Polizei an einer nahegelegenen Straßenbahnhaltestelle. "Wir gehen davon aus, dass die Männer in eine Straßenbahn eingestiegen sind", so Bertram gegenüber LVZ-Online.

Ob es sich bei der Pistole um eine echte Waffe gehandelt hat, ist bislang unklar. Die Kripo sucht nun nach Hinweisen bei der Fahndung nach den beiden Tätern. Sie waren laut der Verkäuferin etwa 1,70 Meter groß, schlank und schätzungsweise etwa 20 bis 25 Jahre alt. Beide trugen dunkle Kleidung und eine Gesichtsmaske.

Polizei rät von Nachahmung ab

Trotz der vorbildlichen Zivilcourage raten die Beamten von Gegenwehr bei bewaffneten Überfällen ab. "Wenn eine Waffe im Spiel ist, ist Vorsicht geboten", sagte Bertram. "Zigaretten sind ersetzbar. Wenn aber tatsächlich ein Schuss fällt, ist der Schaden am Ende größer", so der Polizeisprecher.

Hinweise an die Kripo in der Dimitroffstraße 1 oder telefonisch unter (0341) 96 64 66 66.

Wie Verkäuferin Katrin M. den Überfall erlebt hat, lesen Sie im LVZ-Online Extra.

nöß

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