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Mobile Wache und Fahrradstreife: Polizei sagt Taschendieben den Kampf an

Mobile Wache und Fahrradstreife: Polizei sagt Taschendieben den Kampf an

Auch wenn es gleich am ersten Weihnachtsmarkt-Wochenende in diesem Jahr sieben Diebstähle gab: Leipzigs winterlicher Budenzauber ist so sicher wie noch nie, die Zahl der Straftaten kontinuierlich zurückgegangen.

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Einsatz zwischen Glühweinständen: Polizeihauptmeisterin Gundel Minge (46) berät die Rentnerinnen Helga Hentschel (75, links) und Birgit Peisker (73) an der mobilen Polizeiwache.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Ein Grund dafür dürfte auch die permanente Präsenz von Polizeibeamten sein, die in diesem Jahr wieder mit einer Mobilen Wache zwischen den 250 Verkaufshütten die Stellung halten.

Bis zum 22. Dezember sind jeweils zwei Beamte des Reviers Leipzig-Zentrum vor Ort - täglich von 14 bis 22 Uhr, am 23. Dezember bis 20 Uhr. Und sie sind nicht allein: "Weiterhin wird der Weihnachtsmarkt während der Öffnungszeiten durch zirka zehn Polizeibeamte bestreift", teilte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf mit. "Zur Schwerpunktzeit zwischen 13 und 21 Uhr kommen vier weitere Kollegen zum Einsatz." Diese Fußstreifen würden vorrangig an jenen Orten eingesetzt, die sich in den vergangenen Jahren als Brennpunkte erwiesen haben: Markt, Grimmaische Straße, Naschmarkt, Augustusplatz. Neu in diesem Jahr: Erstmals wird auch die Fahrradstaffel der Polizei, die sonst außerhalb des Innenstadtringes für Ordnung sorgen soll, zur Sicherheit der Weihnachtsmarktgäste eingesetzt.

Übrigens trägt die Polizeidirektion auch dem Umstand Rechnung, dass das Markttreiben längst eine touristische Attraktion ersten Ranges ist. "Jeder eingesetzte Polizeibeamte ist sich bewusst, dass der Weihnachtsmarkt Gäste aus ganz Deutschland und dem Ausland anlockt", so Braunsdorf. Deshalb sind die Kollegen darauf eingestellt, bei Fragen und Problemen in Englisch weiterzuhelfen." Bei Straftaten werde aber auch ein Dolmetscher hinzugezogen.

In den vergangenen Jahren schien die Strategie der Polizei aufzugehen. Vorbei die Zeiten, da es noch bis zu 75 Diebstähle pro Saison auf dem Weihnachtsmarkt gab. 2005 gelang es, die Zahl der Taschendiebstähle im Vergleich zum Vorjahr um rund die Hälfte zu reduzieren - von 52 auf 27 Fälle. Dieses Niveau konnte zuletzt weitestgehend gehalten werden. 2012 registrierte die Polizeidirektion 26 derartige Delikte. Und im vergangenen Jahr wurden auf dem Weihnachtsmarkt 21 Taschendiebstähle angezeigt. Hinzu kamen 19 sonstige Diebstähle und 23 weitere Vorkommnisse, bei denen die Polizei auf den Plan gerufen wurde. Nicht viel, wenn man bedenkt, dass in jenem Jahr so viele Menschen auf den Weihnachtsmarkt strömten, wie nie zuvor: 2,5 Millionen Besucher zogen an den 270 Buden vorbei. Doch gerade das Gedränge lockt auch Langfinger an.

Und die sind meist so clever, dass viele ihrer Opfer erst später merken, dass sie bestohlen wurden. So wie vor ein paar Tagen eine Rentnerin (79): Während sie noch ahnungslos durch die City schlenderte, fanden Polizisten ihr Portemonnaie. Ein Dieb hatte es unbemerkt aus dem Rucksack der Seniorin geklaut, ausgeleert und dann weggeworfen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom ..

Frank Döring

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