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Mord im Wohnheim: Staatsanwaltschaft Leipzig erhebt Anklage gegen 27-Jährigen

Mord im Wohnheim: Staatsanwaltschaft Leipzig erhebt Anklage gegen 27-Jährigen

Nach dem Tod einer 25 Jahre alten Studentin hat die Staatsanwaltschaft Leipzig gegen den 27-jährigen Sebastian T. Mordanklage erhoben. Das teilte die Behörde am Mittwoch mit.

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In diesem Wohnheim in der Johannes-R.-Becher Straße lag die verletzte Studentin.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Der Mann soll Franziska S. am frühen Nachmittag des 9. November vergangenen Jahres in einem Studentenwohnheim in der Leipziger Johannes-R.-Becher-Straße zunächst aufgelauert haben.

Mit einem Gegenstand, so die Anklagebehörde, habe T. der aus Brandenburg stammenden jungen Frau mit großer Wucht und Tötungsabsicht später mehrfach mit großer Wucht auf den Kopf geschlagen. Zuvor muss es im Treppenhaus eine regelrecht Jagd gegeben haben. Ermittler berichteten von einer Blutspur, die sich über zwei Etagen zog.

Die Studentin erlag am 27. November in einem Krankenhaus ihren schweren Verletzungen.  Sebastian T. wurde bereits einen Tag nach dem Übergriff in Berlin festgenommen. Er sitzt bis heute in Untersuchungshaft. Zu den Vorwürfen habe er sich laut Staatsanwaltschaft bisher nicht geäußert. Die Spurenauswertung lasse aber nur den Schluss zu, das der 27-Jährige der Täter sei. Er habe heimtückisch und aus niederen Beweggründen gehandelt.

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Die 25-Jährige wurde in diesem Treppenhaus blutüberströmt gefunden.

Quelle: Dirk Knofe

Gerechnet hatte mit einem solchen Gewaltexzess offenbar niemand. Dabei soll es bereits 2009 und 2010 Verfahren gegen Sebastian T. gegeben haben, weil er die junge Frau immer wieder verfolgt und bedroht habe. Selbst Präventionsbeamte der Polizei kamen zum Einsatz. Sie rieten der jungen Frau wohl auch, ein Kontaktverbot gegen Sebastian T., der einst selbst in dem Wohnheim lebte, zu erwirken. Aber sie wollte nicht, heißt es, hatte offenbar keine Angst vor ihm.

Es war früher auch nie zu massiven Gewaltausbrüchen des Stalkers gekommen. Am Tag des Verbrechens sei die Lage nach den Erkenntnissen der Beamten deshalb eskaliert, weil T. sich rächen wollte. Er habe sich nicht damit abfinden wollen, dass Franziska S. seine Zuneigung nicht erwiderte.

Den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge liegen derzeit keine Hinweise auf eine verminderte Schuldfähigkeit von Sebastian T. vor. Endgültigen Aufschluss soll aber ein  psychatrisches Gutachten bringen. Die Expertise sei zwar beauftragt worden, liege aber noch nicht vor, hieß es. Dem bisher nicht vorbestraften Angeschuldigten droht für den Fall seiner Verurteilung die Verhängung einer lebenslangen Freiheitsstrafe.

Matthias Roth

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