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Mord in Leipzig: Fußgänger in Schönefeld-Ost wurde von 20-Jähriger „bewusst überrollt“

Mord in Leipzig: Fußgänger in Schönefeld-Ost wurde von 20-Jähriger „bewusst überrollt“

Der von einem Kleinbus am vergangenen Mittwoch überrollte 51-Jährige ist offenbar das Opfer eines Mordes geworden. Das teilten Leipzigs Staatsanwaltschaft und Polizei am Freitag in einer gemeinsamen Erklärung mit.

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Quelle: dpa

Leipzig. Dringend tatverdächtig ist eine 20 Jahre alte Frau, die sich selbst stellte.

Nach den derzeitigen Erkenntnissen sind der Mann und die junge Frau im Stadtteil Schönefeld-Ost zunächst in Streit geraten. Das hätten Zeugenaussagen ergeben. Was der Auslöser dafür gewesen sei, liege aber noch im Dunklen. Das Duo habe sich nicht gekannt.

Die Fahrerin des Kleinbusses, zunächst war stets von einem Transporter die Rede gewesen, habe sich dann gegen 14 Uhr an der Schönefelder Allee hinter das Lenkrad ihres Wagens gesetzt und Gas gegeben, obwohl der Leipziger sich unmittelbar vor dem Fahrzeug befand. Nach Erkenntnissen der Ermittler hat sich der Mann zunächst noch an dem Auto festgehalten, wurde dann aber auf die Straße geschleudert und schließlich überrollt. „Die Frau ist bewusst über ihr Opfer gefahren“, sagte Ricardo Schulz, Sprecher der Leipziger Staatsanwaltschaft, auf Anfrage von LVZ-Online. Der 51-Jährige erlag kurze Zeit später in einer Klinik seinen schweren Verletzungen.

Die bisher polizeilich nicht in Erscheinung getretene Frau war nach dem Vorfall mit ihrem Wagen geflüchtet. Von der Polizei sei der Kleinbus im Zuge einer Fahndung in der Nacht zu Donnerstag entdeckt worden. Wenige Stunden danach hat sich die mutmaßliche Mörderin in Begleitung ihres Verteidigers gestellt, verweigere aber die Aussage, so Oberstaatsanwalt Schulz.

Der Ermittlungsrichter hat gegen die 20-Jährige einen Haftbefehl erlassen, weil sie den Tod des Mannes zumindest billigend in Kauf genommen habe. Die Anklagebehörde geht von den Mordmerkmalen "Verdeckung einer Straftat" und "niedrige Beweggründe" aus.

Die Untersuchungen dauerten an. Polizei und Staatsanwaltschaft suchen weiter nach Zeugen des Vorfalls, insbesondere des Streits. Hinweise nehmen die Beamten unter der Rufnummer 0341 / 966 4 6666 oder direkt bei der Polizeidirektion, Dimitroffstraße 1, entgegen.

Matthias Roth

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