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Polizeiticker Leipzig Mord in Leipzig-Plagwitz: Polizei setzt Taucher ein und stockt Ermittlerteam auf
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Mord in Leipzig-Plagwitz: Polizei setzt Taucher ein und stockt Ermittlerteam auf
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16:35 23.03.2018
Umgebung des Tatorts in der Leipziger Eduardstraße Quelle: Montage: Patrick Moye/ Foto: Polizei Leipzig
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Leipzig

Sieben Wochen nach dem Mord an einem 34-Jährigen aus Plagwitz hat die Leipziger Polizei eine eigene Ermittlungsgruppe zu dem Fall gegründet. Die Erweiterte Morduntersuchungskommission (EMUK) mit dem Namen „Eduard“ soll das Tötungsverbrechen an dem DHL-Mitarbeiter Stefan M. aufklären. Er war am Abend des 1. Oktober auf dem Heimweg von der Arbeit vor seinem Wohnhaus in der Eduardstraße 1 umgebracht worden. Die Hintergründe liegen bislang noch immer im Dunkeln.

„Inzwischen kümmern sich 17 Beamte nur um diesen Fall“, sagte Polizeisprecherin Kathrina Geyer am Dienstag gegenüber LVZ.de. Die Ermittlungsgruppe wurde in den vergangenen Tagen personell aufgestockt. So wurden vier Beamte des Kriminaldienstes aus Umlandrevieren nach Leipzig abgezogen. Sie kamen unter anderem aus Borna, wie Polizeipräsident Bernd Merbitz beim Forum „Ist Leipzig noch sicher?“ in der LVZ-Kuppel am Montagabend erklärte.

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Dieser 34-Jährige wurde am Sonntagabend vor seinem Haus in Leipzig-Plagwitz umgebracht. Die Polizei hat den Tatabend teilweise rekonstruiert.

Bislang fehlt eine heiße Spur zum Täter. Die Kripo ließ deshalb am vergangenen Wochenende in den Straßenzügen rund um den Tatort in Plagwitz knapp 1900 Flugblätter an Haushalte verteilen. Darauf werden Zeugen gebeten sich zu melden. Für Hinweise, die zum Täter führen, hatte die Kripo vergangene Woche 10.000 Euro Belohnung ausgeschrieben.

Bei den Ermittlungen in dem Fall kamen am Montagmorgen auch Polizeitaucher zum Einsatz. Sie stiegen in der Nähe des Riverboats in den Karl-Heine-Kanal und sollen dabei nach der Tatwaffe gesucht haben. Polizei und Staatsanwaltschaft bestätigten, dass der Einsatz im Zusammenhang mit einem laufenden Ermittlungsverfahren stand. „Zum genauen Anlass und zu Ergebnissen werden wir uns nicht äußern“, sagte Staatsanwalt Felix Mezger.

Auch in der MDR-Sendung "Kripo Live" wurde der Fall von Stefan M. erneut behandelt. „Es sind einzelne Hinweise eingegangen. Diese werden nun geprüft“, erklärte Staatsanwalt Mezger. Medienberichte, wonach Zeugen den Täter dabei beobachtet haben wollen, wie er ein Messer in den Karl-Heine Kanal warf, wollte er nicht bestätigen. Die Ermittler hatten in ihrem Aufruf vor allem Besucher von zwei Veranstaltungen im Täubchenthal und im Haus Leipzig gebeten sich zu melden, falls sie am Tatabend verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

Hinweise nimmt die Kripo unter der Telefonnummer (0341) 96 64 26 95 oder unter der E-Mail-Adresse muk.eduard.pd-l@polizei.sachsen.de entgegen.

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