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Mord von Leipzig-Knauthain: Soko für Polizei kein Thema

Hermann Haase bleibt verschwunden Mord von Leipzig-Knauthain: Soko für Polizei kein Thema

Der mutmaßliche Pferdehof-Mörder von Leipzig soll einen Abschiedsbrief bei der Leipziger Staatsanwaltschaft abgegeben haben. Noch immer fehlt von dem mit internationalem Haftbefehl gesuchten Hermann Haase jede Spur. Eine Soko ist für die Polizei indes kein Thema.

Polizeiermittlungen auf dem Gestüt in Leipzig-Knauthain. Noch immer fehlt vom Mörder jeder Spur. (Archivfoto)
 

Quelle: Kempner

Leipzig.  Hat der mutmaßliche Pferdehof-Mörder von Leipzig-Knauthain seinem Leben bereits ein Ende gesetzt? Hermann Haase (50), nach dem seit Sonntag mit internationalem Haftbefehl gefahndet wird, soll am Freitag nach der Bluttat einen Abschiedsbrief und seinen Personalausweis bei der Leipziger Staatsanwaltschaft abgegeben haben. Das berichtete die Bild-Zeitung am Mittwoch.

Bereits zuvor war bekannt geworden, dass Haase den Autoschlüssel seines schwarzen Audi A8 zusammen mit Akten zu einem Gerichtsprozess in einem Umschlag bei der Ermittlungsbehörde deponiert haben soll. Offiziell bestätigen will die Staatsanwaltschaft all das bislang nicht. „Wir werden uns nicht zum Inhalt des Umschlags äußern“, sagte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz am Mittwoch gegenüber LVZ.de. Nur so viel geben die Ermittler preis: Die Waffe war nicht in dem Kuvert. Hintergrund der Tat soll ein Erbschaftsstreit um das Gestüt in Knauthain gewesen sein, in den eine Freundin Haases verwickelt war ( LVZ.de berichtete).

Der gesuchte Hermann Haase (50)

Der gesuchte Hermann Haase (50).

Quelle: Polizei Leipzig

Polizei sieht für Soko „momentan keine Veranlassung“

Die Mordkommission der Kripo fahnde weiter unter Hochdruck nach dem mutmaßlichen Täter, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt am Mittwoch. Die Gründung einer Sonderkommission (Soko) ist für die Polizei bislang aber kein Thema. „Nach heutigem Stand sehen wir dafür momentan keine Veranlassung“, so Voigt am Mittwoch gegenüber LVZ.de. In Fällen, bei denen bereits ein dringend Tatverdächtiger bekannt ist, sei eine Soko eher unüblich.

Mit drei Schüssen soll Haase den Pferdehof-Besitzer Rocco J. (52) am vergangenen Donnerstag auf seinem Hof kaltblütig erschossen haben. Das Fluchtauto mit dem Kennzeichen VB- 395 GR fanden die Ermittler am Freitag in der Meusdorfer Straße in Connewitz. Seitdem fehlt von dem hünenhaften, 1,90 großen Österreicher jede Spur.

Auch eine Hubschraubersuche mit Wärmebildkamera am Dienstag über dem Leipziger Auwald und dem Elsterflutbecken brachte keinen Erfolg. Es war vermutet worden, dass sich Haase dort aufhalten könnte. Parallel liefen Suchmaßnahmen am Boden. Doch vom 50-Jährigen fehlt weiter jede Spur.

Von Robert Nößler

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