Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 4 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Mordopfer aus Leipzig-Plagwitz kam vom Hauptbahnhof

Neue Details zum Heimweg Mordopfer aus Leipzig-Plagwitz kam vom Hauptbahnhof

Fünf Tage nach dem mysteriösen Mord an einem 34-Jährigen in Leipzig-Plagwitz ist die Polizei dabei, den Abend der Tat zu rekonstruieren. Am Freitag gaben die Ermittler ein weiteres Detail bekannt. Aktuell werden auch Parallelen zu weiteren Fällen geprüft.

Der Leipziger Hauptbahnhof: Hier stieg der 34-jährige Plagwitzer vor dem Mord in eine Straßenbahn der Linie 1. Die Polizei sucht noch immer Zeugen, die ihn gesehen haben.
 

Quelle: dpa / Polizei Leipzig

Leipzig.  In den Ermittlungen um den Mord an einem 34-Jährigen in Leipzig-Plagwitz haben die Ermittler am Freitag ein weiteres Detail über den Nachhauseweg des Opfers bekanntgegeben. Die Spur führt demnach zum Leipziger Hauptbahnhof. Hier stieg das spätere Mordopfer auf seinem Heimweg von der Arbeit am Sonntagabend gegen 21.56 Uhr in eine Straßenbahn der Linie 1. Damit fuhr der Mann, wie berichtet, bis zur Haltestelle Stieglitzstraße in Schleußig.

„Der Hauptbahnhof war aber nicht der Ausgangspunkt der Fahrt. Wie er von der Arbeit dorthin gekommen ist, ist noch Gegenstand der Ermittlungen“, sagte Jana Friedrich, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, gegenüber LVZ.de. Auch der Weg von der Haltestelle zum Tatort vor seinem etwa 500 Meter entfernten Wohnhaus in der Eduardstraße 1 wird noch rekonstruiert. Die Polizei sucht weiter Zeugen, die ihn an dem Abend gesehen haben. Zum genauen Arbeitsort wurden keine Angaben gemacht.

Von der Heimfahrt mit der Straßenbahn bis zum Angriff vor seiner Wohnung: So schildert die Polizei die Minuten vor dem Mord an einem 34-Jährigen in Leipzig-Plagwitz.

Zur Bildergalerie

Hinweise brachten noch keine heiße Spur

Um 22.08 Uhr verließ der 34-Jährige die Bahn, danach verliert sich die Spur. Gegen 22.15 Uhr wurde er nach den Ermittlungen der Kripo vor seinem Haus angegriffen und tödlich verletzt. Was in den sieben Minuten dazwischen geschah, ob der Plagwitzer dabei auf seinen Mörder traf, ob er ausgeraubt wurde oder ihm unterwegs aufgelauert wurde, dazu halten sich die Ermittler weiter bedeckt.

Auch zu den Hintergründen und zur Tatwaffe – Medien berichteten über Stichverletzungen – werden keine Angaben gemacht. Nach dem Zeugenaufruf vom Mittwoch, der auch ein Foto des Opfers enthielt, gingen erste Hinweise bei der Kripo ein. Eine heiße Spur war bislang offenbar nicht darunter.

Die Polizei versucht, die letzten Minuten vor der Tat zu rekonstruieren

Die Polizei versucht, die letzten Minuten vor der Tat zu rekonstruieren. In der Stieglitzstraße stieg der Mann aus einer Straßenbahn Linie 1 aus. Vor seinem Haus in der Eduardstraße wurde er kurz danach ermordet.

Quelle: André Kempner / Grafik: Patrick Moye

Parallelen zu Tat in Gohlis?

Routinemäßig werden von den Ermittlern derzeit auch weitere vergleichbare Fälle geprüft. Dazu gehört auch ein Angriff auf eine 24-Jährige am Mittwochabend in Gohlis-Süd. Ein unbekannter Täter griff die junge Frau auf dem Nachhauseweg gegen 22.55 Uhr in der Blumenstraße an, würgte sie von hinten und hielt ihr ein Messer an den Bauch. Dabei beschädigte er ihre Jacke.

Die Frau konnte sich losreißen und wegrennen. „Alles soll sehr schnell gegangen sein“, berichtete Polizeisprecherin Maria Braunsdorf. Ob es sich tatsächlich um ein- und denselben Täter gehandelt hat, wird nun geprüft.

Hinweise zu beiden Fällen nimmt die Kripo unter (0341) 96 64 66 66 entgegen.

Von Robert Nößler

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Polizeiticker Leipzig
Feuerwehren: Rufnummern und Adressen

Bei Bränden und Notfällen erreichen Sie hier die Feuerwehren vor Ort. mehr

Schmutz vor der Haustür, Graffito an Wand. Informieren Sie das Leipziger Ordnungsamt. mehr