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Polizeiticker Leipzig Mordprozess: Verfahren gegen einen der Angeklagten abgetrennt
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Mordprozess: Verfahren gegen einen der Angeklagten abgetrennt
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17:53 07.06.2018
Die Polizei entdeckte die Leiche des Opfers auf einem Gewerbegrundstück in Eutritzsch. Quelle: Kempner
Leipzig - 

Dreieinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines 42-Jährigen in Leipzig wird der Mordprozess nur noch gegen zwei statt ursprünglich drei Angeklagte fortgesetzt. Gegen einen 23-Jährigen trennte das Landgericht Leipzig am Donnerstag das Verfahren ab. Der Mann war bereits zum Auftakt des Prozesses und an diesem Donnerstag nicht zum Verfahren erschienen. Seine Verteidiger legten ein Attest vor, nachdem ihr Mandant in der Türkei stationär in einem psychiatrischen Krankenhaus behandelt wird.

Befangenheitsantrag nicht entschieden

Da sich einer der anderen Angeklagten in Untersuchungshaft befindet, entschied die Kammer aufgrund des Beschleunigungsgrundsatzes. Daraufhin stellte die Verteidigung eines der Angeklagten einen Befangenheitsantrag gegen die Kammer. Sie hatte zuvor die Aussetzung des Verfahrens beantragt, weil der 23-Jährige nach ihrer Ansicht, nach medikamentöser Einstellung, an dem Verfahren teilnehmen könnte. Über den Befangenheitsantrag wird frühestens am nächsten Prozesstag am 28. Juni entschieden.

Leiche vergraben

Der 23 Jahre alte Deutsche mit türkischen Wurzeln soll gemeinsam mit einem 49 Jahre alten Deutschen und einem 45 Jahre alten Mann aus Bosnien-Herzegowina vor dreieinhalb Jahren den 42-Jährigen in Leipzig erwürgt und vergraben haben. Die Leiche wurde erst 2017, nach Hinweisen des Bosniers gefunden. Dieser Angeklagte ist in dem Verfahren der Hauptbelastungszeuge und ist im Zeugenschutzprogramm.

Von LVZ