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Polizeiticker Leipzig Fliegerbombe gefunden: Zwenkau wird am Dienstag evakuiert
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Fliegerbombe gefunden: Zwenkau wird am Dienstag evakuiert
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22:29 26.11.2018
So sieht die Bombe aus: Bei Baggerarbeiten wurde sie in Zwenkau gefunden. Quelle: André Kempner
Zwenkau

Der Fund einer Fliegerbombe sorgt in Zwenkau für Aufregung. Die Polizei hat den betroffenen Bereich rund um den Großdeubener Weg abgesperrt, ein Bereich von 100 Metern rund um den Fundort wurde evakuiert. Zudem wird von den Einsatzkräften die Evakuierung der Kernstadt am Dienstag vorbereitet. 

Laut Polizei war die Bombe gegen 10.50 Uhr bei Baggerarbeiten für ein Einfamilienhaus entdeckt worden. Die Arbeiten seien sofort eingestellt, die Kampfmittelbeseitiger aus Dresden alarmiert worden, so eine Polizeisprecherin.

In einem Zwenkauer Wohngebiet wurde am Montag bei Baggerarbeiten eine Fliegerbombe gefunden.

Gegen 14 Uhr hätten die Kampfmittelbeseitiger den Fund bestätigt. Es handele sich tatsächlich um eine 250-Kilogramm-Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg, so die Beamtin.

Die Kampfmittelexperten hatten zunächst einen Tausend-Meter-Sperrkreis angeordnet, diesen später auf einhundert Meter rund um das Einfamilienhaus verkleinert. „Wer nicht privat irgendwoanders unterkommen kann, soll sich für den Abend in der Stadthalle im Heinrich-Mann-Weg einfinden“, so ein Polizeisprecherin.

Die Entschärfung der Bombe sei für Dienstag vorgesehen. „Dazu werden wir ab 7 Uhr in einem Umkreis von einem Kilometer alle Häuser evakuieren“, erklärte die Polizei.

Infos zur Fliegerbombe

Die wichtigsten Antworten zur Fliegerbombe in Zwenkau

Das Problem: In dem Sperrkreis liegt im Prinzip der ganze Ort Zwenkau. Mit einem Krankenhaus samt großer geriatrischen Abteilung, Kitas, einem Schulzentrum und jeder Menge Wohnungen. Laut Bürgermeister Holger Schulz sind etwa 5000 Zwenkauer von der Evakuierung betroffen. Auch die Schulen und die Kitas müssten wegen der Evakuierung am Dienstag geschlossen bleiben.

Gegen 13 Uhr sei dann vor Ort die Entschärfung der Bombe vorgesehen, so die Polizeisprecherin. Das Problem sei, dass der Sprengkörper nach Ansicht der Experten nicht abtransportiert und woanders entschärft werden kann, sondern dies am Fundort in dem Wohngebiet geschehen muss.

Wie die Evakuierung im Detail stattfinden soll, war am frühen Montagabend noch unklar. So konnte die Polizei zum Beispiel bislang nicht klären, wohin die Patienten des Krankenhauses für die Dauer der Maßnahme gebracht werden sollen. In der dortigen Sana-Klinik befindet sich zudem ein Geriatriezentrum mit vielen alten Leuten.

Notunterkünfte für Betroffene in Zwenkau

Wie der Kreisfeuerwehrverband Landkreis Leipzig und Polizei mitteilten, stehen am Dienstag das Gemeindezentrum Großdalzig, der Saal Zitzschen und die Monetssori-Schule in Rüssen-Kleinstorkwitz als Notunterkünfte zur Verfügung.

Von -tv/G.R./luc

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