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Mutmaßlicher Mörder Benjamin H. weiter auf der Flucht – Leipziger möglicherweise bewaffnet

Mutmaßlicher Mörder Benjamin H. weiter auf der Flucht – Leipziger möglicherweise bewaffnet

Die bundesweite Fahndung nach Benjamin Hupel, dem mutmaßlichen Mörder von Jonathan H. aus Leipzig, hat noch nicht den erhofften Erfolg gebracht. Bis Montagnachmittag sind laut Staatsanwaltschaft 17 Hinweise eingegangen.

Leipzig. „Eine ganz heiße Spur war noch nicht dabei“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ-Online.

Hupel, der seit Dezember 2011 untergetaucht ist, war am Freitag zur Öffentlichkeitsfahndung ausgeschrieben worden. Er ist derzeit auf der Flucht. Der 23-jährige gebürtige Thüringer werde als gefährlich und potenziell unberechenbar eingeschätzt, so Voigt. Möglicherweise sei der zuletzt in Leipzig wohnende Mann auch bewaffnet. „Ausschließen können wir das nicht.“

Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz sagte, es sei schwer vorauszusagen, wie der mutmaßliche Mörder reagiert, wenn er sein Bild in der Zeitung sieht. Polizeisprecher Voigt riet bei Kontakt mit dem 23-Jährigen zu äußerster Vorsicht. „Man sollte definitiv nicht den Helden spielen oder auf ihn zugehen.“ Zeugen, die den Mann auf der Straße wiedererkennen, sollten den Notruf 110 wählen und eine Beschreibung des Mannes sowie seinen Aufenthaltsort an die Behörden geben. „Man muss sich aber anhand des Fahndungsfotos auch sicher sein, dass er es ist.“

Polizei rekonstruiert Zeit vor Hupels Verschwinden

Die Ermittler versuchen derzeit, die letzten Wochen vor Hupels Verschwinden Mitte Dezember zu rekonstruieren. Auch hier erhoffen sie sich Hinweise aus der Bevölkerung. Kurz vor Weihnachten soll sich der Tatverdächtige noch in Leipzig aufgehalten haben, so der Oberstaatsanwalt. Wenig später wurde der 23-Jährige als vermisst gemeldet, vermutlich von seinen Eltern aus Arnstadt, wie Schulz erklärte. In der Kleinstadt bei Erfurt ist Hupel aufgewachsen, besuchte dort bis 2007 das Gymnasium.

Der Thüringer steht unter dringendem Verdacht, seinen 23-jährigen Bekannten Jonathan H. im Herbst vergangenen Jahres ermordet und die Leiche zerstückelt zu haben. Teile davon soll er in das Elsterbecken geworfen haben. Hupel habe damit versucht, den Mord zu verschleiern, sagte Schulz. Er sei mit „ungewöhnlicher Brutalität“ vorgegangen. Unweit des Elsterbeckens, wo Anfang November die ersten Leichenteile gefunden worden waren, befindet sich nach Informationen von LVZ-Online auch die Wohnung Hupels.

Ermittler wollen Flucht ins Ausland verhindern

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Bei dem Toten vom Elsterbecken handelt es sich um den 23-jährigen Leipziger Jonathan H.

Quelle: Leipziger Polizei

Die seit Freitag eingegangenen 17 Hinweise zu Hupel werden nun von der Soko Elster geprüft. Die 30-köpfige Ermittlungsgruppe fahndet bereits seit 24. Februar mit Haftbefehl nach dem mutmaßlichen Mörder und durchsuchte inzwischen auch seine Wohnung. Zu weiteren erfolgten Durchsuchungen wollte sich die Staatsanwaltschaft bislang nicht äußern. „Wir möchten nicht, dass er weiß, was wir bereits abgegrast haben“, sagte Schulz.

Wo sich der Tatverdächtige derzeit befindet, ist nach wie vor unklar. „Wir können und wollen es nicht eingrenzen“, so der Oberstaatsanwalt. Möglich sei auch, dass Hupel aufgrund der Öffentlichkeitsfahndung versuchen werde, sich ins Ausland abzusetzen. Um dies zu verhindern, seien „alle notwendigen Fahndungsmaßnahmen getroffen worden“, betonte Schulz.

Robert Nößler

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