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Mutmaßlicher Schütze aus Eisenbahnstraße erneut vor Gericht: Prozess geplatzt

Mutmaßlicher Schütze aus Eisenbahnstraße erneut vor Gericht: Prozess geplatzt

Mehrfach forderte Amtsrichter Peter Weber: "Stören Sie nicht die Hauptverhandlung!" Doch der gebürtige Iraner Sooren O. (29), der mutmaßliche Schütze aus der Eisenbahnstraße, der sich am Dienstag wegen eines weiteren Vorwurfs - einer gefährlichen Körperverletzung - verantworten sollte, zollte dem Gericht keinen Respekt.

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Mutmaßlicher Schütze aus der Eisenbahnstraße erneut wegen Körperverletzung vor Leipziger Amtsgericht.

Quelle: dpa

Leipzig. Sooren O. (29) fläzte sich auf die Anklagebank, unterhielt sich laufend mit einem Mitbeschuldigten, scherzte mit diesem und redete ständig hinein. Weber: "Ich bin hier der Hausherr. Ich bestimme, wer wann etwas sagt." Er kündigte dem gebürtigen Iraner schließlich Ordnungshaft wegen ungebührenden Verhaltens an. "Wir befinden uns hier in einem zivilisierten Land", so der Richter.

Der 29-jährige Angeklagte stellte daraufhin einen Befangenheitsantrag. Begründung: "Sie haben was gegen mich. Ich möchte nicht, dass Sie als Richter verhandeln." Staatsanwältin Grit Weise hielt dagegen: "Die Aufrechterhaltung der Ordnung im Saal hat nichts mit Befangenheit zu tun." Eine Stunde nach Beginn war der Prozess gegen Sooren O. und zwei mitangeklagte Landsmänner, 30 und 35 Jahre alt, dennoch geplatzt. Denn zuständige andere Amtsrichter, die über den Antrag hätten entscheiden müssen, waren "unabkömmlich", hieß es. Wann der Prozess erneut beginnt, blieb am Dienstag offen.

Wie berichtet, hat die Staatsanwaltschaft gerade Anklage gegen Sooren O. wegen gefährlicher Körperverletzung erhoben. Vorwurf: Er soll am 8. Juli vorigen Jahres vor einem Gemüsegeschäft in der Eisenbahnstraße auf zwei Männer geschossen haben. Ursprünglich war wegen eines versuchten Tötungsdelikts gegen ihn ermittelt, ein Tötungsvorsatz aber letztlich für nicht beweisbar erachtet worden. Wie berichtet, hatte Sooren O. die Schussabgabe bei Vernehmungen eingeräumt, will aber in Notwehr gehandelt haben. Die Anklage ist am Amtsgericht erhoben, ein Prozesstermin aber noch nicht festgelegt worden.

Am Dienstag ging es um einen bereits länger zurückliegenden Fall. Staatsanwältin Weise warf Sooren O. und zwei Mitangeklagten vor, im März 2012 einen Iraner (49) an einer Autowerkstatt in der Riesaer Straße mit Fäusten und einem Eisenhammer geschlagen zu haben. Das Opfer hatte eine gebrochene Hand. Nach Darstellung der Beschuldigten handelte es sich auch hier um Notwehr.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 21.05.2014

Kreuz, Sabine

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