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Polizeiticker Leipzig Mutmaßlicher Steinewerfer akzeptiert Haftstrafe nicht
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Mutmaßlicher Steinewerfer akzeptiert Haftstrafe nicht
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11:50 27.04.2018
Randaleschäden in Leipzig. Graffiti-Schmierereien am Landgericht im Januar 2015. Quelle: André Kempner
Leipzig - 

Ein mutmaßlicher Steinewerfer hat seine Verurteilung zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sieben Monaten nicht akzeptiert. Der Verteidiger des 24 Jahre alten Studenten habe Revision gegen die Entscheidung des Landgerichts Leipzig eingelegt, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Freitag auf Anfrage. Im Verfahren gegen seinen Mandanten hatte Rechtsanwalt Christian Avenarius Freispruch beantragt.

24-Jähriger hat die Tat abgestritten

Das Gericht hatte es in der vergangenen Woche als erwiesen angesehen, dass der Student bei Krawallen im Januar 2015 je einen Stein auf das Amtsgericht und einen Friseursalon in der Leipziger Innenstadt geworfen hatte. Im Verlauf des Prozesses räumte der junge Mann ein, bei den gewaltsamen Ausschreitungen dabei gewesen zu sein. Steine habe er jedoch keine geworfen. Dennoch waren an zwei Wurfgeschossen genetische Spuren des Beschuldigten festgestellt worden. Der 24-Jährige begründete dies damit, dass er vermutlich auf die Steine genießt hätte.

Bei den dem linken Spektrum zugeordneten Krawallen waren im Januar vor drei Jahren bis zu 600 Randalierer durch Leipzig gezogen. Sie griffen Polizeiautos an und warfen zahlreiche Fensterscheiben ein.

Von LVZ