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Nach Angriff in Belantis: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen fünf Verdächtige

Polizeitaucher finden „Gegenstand“ Nach Angriff in Belantis: Staatsanwaltschaft ermittelt gegen fünf Verdächtige

Nach dem Messerangriff auf einen Belantis-Besucher ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen fünf junge Erwachsene. Außerdem fanden Polizeitaucher in einem Gewässer des Freizeitparks einen Gegenstand – bei dem könnte es sich um die Tatwaffe handeln.

Nach der Messerattacke auf einen 46-Jährigen im Freizeitpark Belantis laufen umfangreiche Ermittlungen.
 

Quelle: Frank Schmidt

Leipzig. Nach dem Messerangriff auf einen 46-jährigen Besucher des Freizeitparks Belantis ermittelt die Staatsanwaltschaft Leipzig gegen fünf Verdächtige. Wie Sprecherin Jana Friedrich am Nachmittag zu LVZ.de sagte, werde bei einem Jugendlichen der Anfangsverdacht des versuchten Totschlags geprüft. Gegen einen Heranwachsenden und drei weitere Jugendliche laufen Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung.

Als Jugendliche gelten 14- bis unter 18-Jährige, als Heranwachsende 18- bis 21-Jährige. Zum genauen Alter, dem Geschlecht oder der Nationalität der Täter wollte sich die Staatsanwaltschaft zunächst nicht äußern.

Die Untersuchungen liefen am Freitag auf Hochtouren, hieß es von Polizei und Staatsanwaltschaft. Zeugen und Beteiligte der Auseinandersetzung vom Donnerstagnachmittag würden befragt. Auch eine Vernehmung des 46-jährigen Opfers, das aus Thüringen stammen soll, war geplant. Der Mann war nach der Attacke mit einer Schnittwunde in eine Klinik eingeliefert worden, schwebt aber nicht in Lebensgefahr.

Mögliche Tatwaffe gefunden

Zudem stiegen Polizeitaucher am Freitagvormittag im „Atlantik“, einem Teich des Freizeitparks, in die Fluten. „Es wird nach Beweismitteln gesucht“, erklärte Polizeisprecher Uwe Voigt die Maßnahme gegenüber LVZ.de. Der Angreifer hatte seine Tatwaffe nach der Attacke offenbar weggeworfen.

Wie Friedrich am Nachmittag LVZ.de bestätigte, sei ein „Gegenstand“ gefunden worden. Worum es sich dabei genau handelt, ließ die Sprecherin offen. Es werde geprüft, ob es sich um die Tatwaffe handeln könnte. Zudem würden weitere Spuren gesichert und ausgewertet.

Noch am Tatort seien am Donnerstag die Personalien zahlreicher Personen festgestellt worden, berichtete Voigt. Ob auch der mutmaßliche Angreifer darunter war, konnten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht sagen. Bis zum Mittag habe es keine Festnahme gegeben, sagte Jana Friedrich, Sprecherin der Staatsanwaltschaft. „Es muss eine Vielzahl von Beteiligten vernommen werden“, so Friedrich.

Polizei hält sich zu Hintergründen bedeckt

Zum Ablauf und den möglichen Hintergründen der Tat halten sich die Behörden bislang bedeckt. Berichte, wonach der Angriff aus einer Gruppe von ausländischen Jugendlichen heraus erfolgt sein soll, bestätigte die Polizei nicht. In sozialen Netzwerken wurde darüber heftig diskutiert. Die Leitung des Freizeitparks südlich von Leipzig bat bei den Mutmaßungen um Zurückhaltung. „Bitte keine unseriösen Meldungen & Spekulationen!“, twitterte die Parkleitung am Donnerstagabend.

Der 46-jährige Mann war am Donnerstag gegen 13.45 Uhr vor einem Imbissstand zwischen den Fahrgeschäften „Gletscher-Rutsche“ und „Fahrt des Odysseus“ niedergestochen worden. Auslöser sei einer „private Auseinandersetzung“ gewesen, wie es Belantis formulierte. Parkchef Erwin Linnenbach hatte sich betroffen von dem Ereignis gezeigt. „Wir bedauern diesen Vorfall sehr und verurteilen jegliche körperlichen Auseinandersetzungen“, so der Geschäftsführer.

Park für Besucher wie gewohnt geöffnet

Auf den Parkbetrieb hätten die Ermittlungen keine Auswirkungen, auch in den nächsten Tagen sei Belantis wie gewohnt geöffnet, betonte André Hoffmann von der für die Pressearbeit des Parks zuständigen Agentur Westend. Am Freitagnachmittag war Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) zu einem bereits seit Längerem geplanten öffentlichen Termin vor Ort.

Von Robert Nößler/ jhz

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