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Polizeiticker Leipzig Nach Anschlag auf Landesdirektion in Leipzig: Bekennerschreiben aufgetaucht
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Nach Anschlag auf Landesdirektion in Leipzig: Bekennerschreiben aufgetaucht
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11:36 12.11.2015
Nach dem Anschlag auf die Landesdirektion ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht.  Quelle: Dirk Knofe
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Leipzig

 Nach dem Anschlag auf die Landesdirektion in der Leipziger Braustraße ist ein Bekennerschreiben aufgetaucht. Im Online-Netzwerk Indymedia erklärt ein Autor mit dem Pseudonym „deine Nachbar_innen“: „Dieser Angriff speziell auf die Leipziger Landesdirektion steht für einen Angriff auf alle Landesdirektionen, alle Politiker_innen, die uns erklären wollen, dass es zu viele Geflüchtete in Deutschland gebe, dass es nötig sei sie in Turnhallen und Baumärkten unterzubringen und die Bundeswehr einzusetzen.“

Bei dem Übergriff in der Nacht zum Mittwoch hatten Unbekannte zahlreiche Scheiben des Behördengebäudes zerstört und Farbbeutel an die Fassade geworfen. „Mit Hämmern zerstörten wir den gläsernen Eingangsbereich“, heißt es in dem Bekennerschreiben.

Anschlag auf die Landesdirektion in der Leipziger Braustraße.

Die Leipziger Landesdirektion eigne sich für einen Angriff besonders gut, habe sie sich doch in den letzten Monaten immer wieder durch widerliche, und zutiefst menschenverachtende Äußerungen hervorgetan, so die Bekenner. Konkret verweisen sie auf einen Vorfall an der Turnhalle der HTWK im Sommer. Damals sollten die dort übergangsweise untergebrachten Flüchtlinge nach Heidenau verlegt werden, obwohl in der Kleinstadt damals bereits eine Atmosphäre der Ablehnung herrschte und später Ausschreitungen für bundesweites Aufsehen sorgten.

„Wir brauchen keine Regierung, die uns erzählt wer zu viel ist, keine Verwaltung, die Menschen wegsortiert und keine Bullen, die die Unterdrückung ausführen - machen wir es kurz: Wir brauchen keinen Staat und wir brauchen keine Bullen“, formuliert der Autor weiter.

Die Polizei hat das Bekennerschreiben zur Kenntnis genommen. „Es handelt sich um eine politisch motivierte Straftat“, sagte Behördensprecher Uwe Voigt. Der Ermittlungen zu dem Vorfall dauerten weiter an. Zu den Äußerungen „wir brauchen keine Bullen“, erklärte Voigt: „Das prallt an uns ab, wie das Wasser an der Ente. Wir erledigen weiter unsere Arbeit und die Mehrheit der Bürger ist damit zufrieden.“

Von Matthias Roth

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