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Nach Anschlag in Connewitz: Nagel und Stange besuchen Polizeiposten und verurteilen Gewalt

Nach Anschlag in Connewitz: Nagel und Stange besuchen Polizeiposten und verurteilen Gewalt

Eine heiße Spur zu den Tätern gibt es bislang nicht. Auch drei Tage nach dem Anschlag auf die Außenstelle der Polizei in Leipzig-Connewitz am Mittwochabend werde weiter unter Hochdruck ermittelt, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag auf Anfrage von LVZ-Online.

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Die Fassade des Polizeipostens in Leipzig-Connewitz wurde bei dem Anschlag verwüstet.

Quelle: dpa

Leipzig. Bereits am Freitag besuchten die beiden Linken-Landtagsabgeordneten Juliane Nagel und Enrico Stange den Polizeiposten in der Wiedebach-Passage. Sie sprachen dort mit Beamten und verurteilten die Attacke.

„Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten ist illegal, illegitim und nicht hinnehmbar“, betonten Nagel und Stange in einer Mitteilung. „Das Ausmaß der Beschädigungen an den Sicherheitsglasscheiben spricht eine deutliche Sprache und lässt auf einen organisierten Übergriff auf den Polizeiposten schließen“, erklärten sie. Bei dem Anschlag in Connewitz hatten am späten Mittwochabend rund 50 Angreifer die Scheiben mit Steinen eingeschlagen, die Fassade mit Farbbeuteln beschmiert und einen Polizeiwagen angezündet.

Linksextremes Bekennerschreiben mit Bezug zu Oury Jalloh

Im Internet bekannten sich kurz nach der Tat Linksextreme zu dem Anschlag auf das Bürgerbüro und stellten diesen in einen Zusammenhang mit dem Tod von Oury Jalloh am 7. Januar 2005 in einer Dessauer Polizeizelle. Nagel und Stange verurteilten dies als zynisch. „Dieser Angriff konterkariert eher die Bestrebungen, alle Hintergründe und das Verschulden des Todes von Oury Jalloh in Gänze aufzuklären“, so die Sprecherin für Migrations- und Flüchtlingspolitik und der innenpolitische Sprecher der Linkspartei.

Die Leipziger Landtagsabgeordnete Nagel war nach der Silvesternacht selbst in die Kritik geraten, als sie sich einer Spontandemo am Connewitzer Kreuz anschloss, die in Gewalt gegen Polizisten endete. Nagel bedauerte hinterher die Aktion, an der sie nicht selbst beteiligt gewesen war. „Leider haben sich auch Leute angeschlossen, die vermummt waren und mit Flaschen geworfen haben“, sagte Nagel gegenüber der LVZ und sprach von einem schmalen Grat. „Man hat nicht alle Leute im Griff.“

„Geistige Wegbereiter“: Nagel weist Anschuldigungen der CDU zurück

Die Leipziger CDU hatte der 36-Jährigen und den Grünen nach dem Anschlag vorgeworfen, mit ihrer Kritik am Polizeiposten im Vorfeld die „geistigen Wegbereiter für die Gewaltexzesse“ zu sein. „Kritik an Rassismus und auch an polizeilichem Handeln müssen in unseren Augen in einer lebendigen Demokratie möglich sein“, entgegneten Nagel und Stange. „Gewalt ist für uns jedoch kein Mittel der politischen Auseinandersetzung, im Gegenteil: So wird der demokratische Meinungsstreit gefährdet.“

nöß

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