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Nach Geständnis: Lebenslange Haft für Mord an Tagesmutter in Leipzig gefordert

Nach Geständnis: Lebenslange Haft für Mord an Tagesmutter in Leipzig gefordert

Für den brutalen Mord an einer Tagesmutter in Leipzig soll ein 24-jähriger Mann nach dem Willen der Staatsanwaltschaft lebenslang in Haft. Der Mann habe das 64 Jahre alte Opfer im vorigen Oktober aus Habgier und niederen Beweggründen getötet, sagte Anklagevertreterin Tanja Lötschert am Dienstag im Landgericht Leipzig.

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Prozessauftakt am 19. Mai 2014: Der 24-jährige Angeklagte hat nun die Tötung einer Tagesmutter in Leipzig gestanden.

Quelle: dpa

Leipzig. Zuvor hatte der Mann gestanden, die Mutter seiner damaligen Lebensgefährtin umgebracht zu haben. Er sei ausgerastet, weil sie ihn nach einem Streit um gestohlenes Geld als „Würstchen“ beleidigt habe. Der Verteidigung plädierte auf zehn Jahre Haft wegen Totschlags. Das Urteil soll an diesem Freitag gesprochen werden.

Nach der Schilderung eines Rechtsmediziners wendete der 24-Jährige bei der Tat massive Gewalt an. Die Leiche wies 34 Messer- und Scherenstiche auf. Es sei ein regelrechter „Overkill“ gewesen, hatte der Gutachter im Prozess gesagt. Wegen dieser Brutalität und psychopathischen Zügen des Angeklagten forderte die Staatsanwältin, auch die besondere Schwere der Schuld festzustellen. Dann wäre eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausgeschlossen.

Fotos aus dem Prozess:

Der Angeklagte hatte fast den gesamten Prozess lang geschwiegen. Erst kurz vor Schluss entschied er sich, ein Geständnis abzulegen. Demnach hatte er vor der Tat große Mengen an Drogen - Crystal und Heroin - genommen und zudem viel Wodka und Bier getrunken. Ein Gutachter ging trotzdem davon aus, dass der Mann Herr seiner Sinne war und keineswegs vermindert schuldfähig.

Der 24-Jährige bestritt, dass er Wertsachen aus der Wohnung der 64-Jährigen stehlen wollte. Vielmehr habe er die 64-Jährige dazu bewegen wollen, eine Diebstahlsanzeige, die sie gegen ihn und seine Freundin gestellt hatte, zurückzunehmen. Dabei ging es um 11 500 Euro, die der Mann, wie er zugab, schon im Mai 2013 aus der Wohnung der Frau gestohlen hatte. Die 64-Jährige habe jedoch ihr Geld zurückgefordert und ihn bespuckt und beleidigt.

dpa

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