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Nach Gewaltausbruch: Syrische Familie sucht Schutz bei der Polizei in Leipzig

Eisenbahnstraße Nach Gewaltausbruch: Syrische Familie sucht Schutz bei der Polizei in Leipzig

Eine syrische Familie sieht sich als Opfer der gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Leipziger Eisenbahnstraße. Am Montagmittag suchte sie verzweifelt Schutz bei der Polizei. Jetzt deutet sich eine Lösung an.

Eine syrische Familie sucht Schutz bei den Behörden. Polizeipräsident Bernd Merbitz im Gespräch an der PD Leipzig.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Ungewöhnlicher Auflauf vor der Polizeidirektion (PD) Leipzig: Eine syrische Familie fühlt sich als Opfer der seit Tagen anhaltenden, gewalttätigen Auseinandersetzungen in der Eisenbahnstraße. „Sie fordern von der Polizei eine alternative Unterbringung“, so Landtagsabgeordnete Juliane Nagel (Linke), die ebenfalls vor Ort ist. Nachdem die Polizei zunächst erklärte, dass sie dafür eigentlich nicht zuständig sei, zeichnet sich jetzt eine Lösung ab. Polizeipräsident Bernd Merbitz und Sozialamtsleiterin Martina Kador-Probst setzten sich mit den Betroffenen an einen Tisch.

Dem Vernehmen nach soll die Familie nun vorübergehend durch die Kirchgemeinde Taucha ein Quartier bekommen. Danach wird sich offenbar das Jobcenter Leipzig um eine alternative Unterbringung an einem Ort kümmern, an dem sich die Betroffenen wieder sicher fühlen.

Rund 20 Menschen hatten sich am Montagmittag vor der Behörde in der Dimitroffstraße versammelt. Die Kernfamilie der Syrer wohne in der Eisenbahnstraße und fühlt sich massiv bedroht, hieß am Montag vor der PD. Eine junge Frau sei bei den Schlägereien der letzten Tage verletzt worden und liege im Krankenhaus. Andere Familienmitglieder erlitten Schürfwunden und Schädelprellungen, weiteren wurden Zähne ausgeschlagen, schilderten die Betroffenen. Nach ersten Hinweisen könnte es sich um einen Konflikt zwischen verschiedenen Nationalitäten handeln.

Die von der Familie angesprochenen Vorfälle beziehen sich auf den Freitag und den Sonntag, als jeweils rund 15 bis 20 Personen am Rabet in Prügeleien verwickelt waren. Ob auch die Ereignisse an der Spielebar im Leipziger Osten, bei denen bis zu 50 Personen aneinander gerieten, im Zusammenhang damit stehen, ist völlig unklar.

lyn / F.D.

Der Text wird fortlaufend aktualisiert.

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