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Polizeiticker Leipzig Nach Großfeuer in Lippendorf: Keine Gefahr für die Gesundheit
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Nach Großfeuer in Lippendorf: Keine Gefahr für die Gesundheit
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17:32 29.03.2018
Ein Großbrand hatte Mitte März in Lippendorf bei Leipzig gewütet. Quelle: Frank Schmidt
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Leipzig

Beim Brand von gepresstem Plastik in drei Lagerhallen in Böhlen-Lippendorf sind keine gesundheitsgefährdenden Stoffe in größerem Umfang freigesetzt worden. Das teilte das Landratsamt des Landkreises Leipzig am Donnerstag mit.

Während des Großfeuers Mitte März seien an verschiedenen Stellen vor allem in den Ortschaften Gaulis und Rötha, in die der Wind den Rauch getrieben hatte, Proben genommen worden. Deren Auswertung habe ergeben, dass zwar am Brandort selbst einige Verbrennungsprodukte wie Kohlenwasserstoffe oder auch Naphtalin entstanden. Diese seien jedoch in der Luft so stark verdünnt worden, dass eine Gefährdung der Gesundheit weitestgehend auszuschließen sei.

Die Feuerwehr kämpfte auch am Dienstmorgen noch mit dem Brand in einer Lagerhalle in Lippendorf.

Um mögliche Auswirkungen auf die Gesundheit festzustellen, waren spezielle Messfahrzeuge Im Einsatz. Sie seien mit jeweils vier extra dafür ausgebildeten Leuten besetzt und mit aufwendiger Technik bestückt worden, hieß es aus dem Landratsamt. Während der Fahrt wurde permanent gemessen, Computer werteten die Daten aus.

In Böhlen südlich von Leipzig ist am Montag ein Großbrand ausgebrochen. Mehrere Lagerhallen standen in Flammen, eine Rauchsäule war weithin sichtbar.

Zu dem Team gehörte auch Christian Richter, Chemiker an der Universität Leipzig. Er ist Feuerwehr-Fachberater im Landkreis Leipzig, wenn es um atomare, biologische oder chemische Stoffe, so genannte ABC-Stoffe, geht. Nach Rücksprache mit dem Unternehmen Plambeck soll es sich bei dem verbrannten Material um gepresste Plastik, den Inhalt der gelben Tonne, gehandelt haben, sagte Richter auf LVZ-Anfrage.

Ob eine Gefährdung bestehe, gehe von der Menge aus. Grünen-Politiker Volkmar Zschocke, Fraktionsvorsitzender im Sächsischen Landtag, hatte zudem das Risiko einer Asbestverseuchung zur Sprache gebracht. Chemiker Richter hatte dafür zunächst „keinerlei Anhaltspunkte“ gesehen.

Rettungskräfte waren während des Feuers vor fast drei Wochen tagelang im Einsatz gewesen. Feuerwehrleute mussten immer wieder aufkommende Glutnester löschen. Erst nach fast zwei Tagen waren die Flammen weitestgehend unter Kontrolle.

jhz (mit dpa)

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