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Nach Mehrfach-Einsätzen in Leipzig: Bereitschaftspolizei im Dauerstress

Nach Mehrfach-Einsätzen in Leipzig: Bereitschaftspolizei im Dauerstress

Fan-Randale vor der Red-Bull-Arena, massive Proteste gegen eine Konferenz von Rechtspopulisten in Schkeuditz, 300 Lok-Fans auf dem Weg zum Auswärtsspiel nach Magdeburg: Am Sonnabend waren Beamte der Bereitschaftspolizei (und nicht nur sie) mal wieder im Dauerstress.

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Im Dauerstress: Bereitschaftspolizisten, hier beim Fußballeinsatz an der Red-Bull-Arena, hatten am Sonnabend eine Schicht von zwölfeinhalb Stunden.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Dabei sind Überstunden und Krankenstand schon jetzt auf einem hohen Niveau, sagt Mike Mähler von der Gewerkschaft der Polizei (GdP).

"Das Einsatzaufkommen erhöht sich in letzter Zeit deutlich", stellt der Vizechef der GdP-Kreisgruppe Leipzig bei der Bereitschaftspolizei fest. Kein Wunder: Die Brennpunkte, zu denen die geschlossenen Einheiten - in Leipzig sind zwei Hundertschaften stationiert, in Dresden drei, in Chemnitz zwei - ausrücken müssen, nehmen immer mehr zu. "Wir unterstützen ja auch die Polizeidirektionen, weil bei denen der Stellenabbau genauso für Probleme sorgt", so Mähler.

Allein die Asylbewerber-Problematik führe zu einer Vielzahl von Einsätzen. Seit dem Gewaltausbruch in der Erstaufnahmeeinrichtung in Chemnitz mit 21 Verletzten komme es dort "immer wieder zu kleineren und größeren Auseinandersetzungen. In Leipzig entwickelt sich auch eine problematische Lage, da sich die Rechtsextremen des Themas angenommen haben", so Mähler. Verstärkte Kundgebungen der Rechten und entsprechende Proteste dagegen seien zu erwarten. Allein dadurch werde sich das hohe Einsatzaufkommen für die Bereitschaftspolizei bis Ende des Jahres "definitiv nicht verringern".

Hinzu kommen permanente Anforderungen, etwa im Zusammenhang mit den jüngsten Schießereien im Bandenmilieu der Eisenbahnstraße. "Da sind im Grunde jeden Tag Beamte von Bereitschaftspolizei und Polizeidirektion Leipzig für Absicherungsmaßnahmen eingebunden", berichtet Mähler. "Die Kollegen behalten auch die Problematik Moschee-Neubau im Auge."

Allein am Sonnabend lag die Einsatzbelastung für jeden Bereitschaftspolizisten bei zwölfeinhalb Stunden am Stück, so der GdP-Mann. Weitere Überstunden wurden damit angehäuft. "Weil aber Vorschriften eingehalten werden müssen, sind Regelungen dafür zu treffen", sagt Mähler. Manche Beamte hätten bereits derart viele Einsätze, dass sie rein theoretisch schon Mitte Dezember zu Hause bleiben müssten, um ihre Überstunden abzubauen. Dabei steht ja wieder ein arbeitsreicher Jahreswechsel am Connewitzer Kreuz bevor.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.11.2013

Frank Döring

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