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Nach Mord am Bahnhof in Leipzig-Leutzsch: Polizei sucht Zeugen vom Leichen-Fundort

Nach Mord am Bahnhof in Leipzig-Leutzsch: Polizei sucht Zeugen vom Leichen-Fundort

Zwei Monate nach dem Mord an einem 23-Jährigen in Leipzig-Leutzsch fehlt der Leipziger Polizei noch immer eine heiße Spur zum Täter. Am Freitag starteten die Ermittler einen Zeugenaufruf, der am Sonntag auch in der MDR-Sendung Kripo live ausgestrahlt werden soll.

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Am 19. Mai 2013 wurde am Bahnhof Leutzsch toter Mann im Gleisbett gefunden. Jetzt sucht die Polizei Zeugen.

Quelle: Dirk Knofe

Leipzig. Gesucht werden unter anderem ein Mann und eine Frau, die am Pfingstsonntag mit einem Regionalzug gefahren sind und als Ersthelfer am Fundort der Leiche waren.

 

„Wir erhoffen uns von diesen Personen wertvolle Hinweise“, sagte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz gegenüber LVZ-Online. Nach seinen Schilderungen waren die Frau, die sich als Krankenschwester zu erkennen gab, und der unbekannte Mann am Abend des 19. Mai im Regionalzug MRB 80321 unterwegs. Am Bahnhof in Leutzsch kamen sie zum Fundort der Leiche, hinterließen den eintreffenden Einsatzkräften aber keine Kontaktdaten.

Ersthelfer fuhren nach Gaschwitz und Böhlen

„Das ist nicht ungewöhnlich“, sagte Schulz. Die Frau sei mit einer Fahrradgruppe unterwegs gewesen und anschließend mit dem Zug weiter zum Bahnhof Gaschwitz gefahren. Der männliche Helfer sei in Böhlen ausgestiegen. Der Zeugenaufruf soll deshalb vor allem in Zügen und Bahnhöfen aufgehängt werden, kündigte Schulz an.

Auch zwei von Zeugen beobachtete Jogger, die sich in der fraglichen Zeit zwischen 18.30 und 20 Uhr in der Nähe aufhielten, suchen die Ermittler – in der Hoffnung neue Erkenntnisse zu gewinnen. „Die kleinste Auffälligkeit oder Unauffälligkeit kann für uns ein wichtiger Fingerzeig sein“, betonte Schulz. Hinweise gesucht werden auch zu abgestellten Fahrzeugen auf dem Parkplatz „Am Ritterschlösschen“ in Höhe der Villa Hasenholz. Ein BMW war dort am Tatabend beschlagnahmt und abgeschleppt worden – ob er Opfer oder Täter gehörte, wollte Schulz nicht sagen.

Opfer war Luxemburger

Eine eigene 30-köpfige Soko leitet seit der vergangenen Woche die Ermittlungen in dem Fall und soll auch mögliche Verbindungen zwischen anderen Schießereien in Reudnitz und Volkmarsdorf untersuchen. Die Spuren führen dabei auch ins Drogenmilieu. „Abschließende Aussagen sind noch nicht möglich“, erklärte der Oberstaatsanwalt zum aktuellen Stand. „Wir ermitteln in Leutzsch weiter wegen Mordes gegen Unbekannt.“

Der 23-jährige Diego M. war am Abend des 19. Mai mit Schüssen aus nächster Nähe niedergestreckt worden. Zu den Hintergründen und den möglichen Motiven der Tat hält sich die Staatsanwaltschaft weiter bedeckt. Wie die Ermittler aber nun erstmals bekannt gaben, war der Mann luxemburgischer Staatsbürger. Sein Vater stamme aus Südamerika, er selbst sei in Deutschland geboren und habe in Leipzig gelebt, so Schulz.

Hinweise an die Polizeidirektion Leipzig unter (0341) 96 64 66 66, per E-Mail an mordkommission.pdl@polizei.sachsen.de oder an jede andere Polizeidienststelle.

Robert Nößler

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