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Polizeiticker Leipzig Nach Mord an Tagesmutter in Leipzig: Ermittlungen auf der Zielgeraden
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Nach Mord an Tagesmutter in Leipzig: Ermittlungen auf der Zielgeraden
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23:59 19.02.2014
Die Tagesmutter war am 10. Oktober 2013 tot in ihrer Erdgeschosswohnung in der Kantstraße aufgefunden worden. (Archivfoto) Quelle: André Kempner

Daran haben auch jüngste Zeugenaussagen offenbar nichts geändert. So hatte die Polizei gefragt, wer am 9. Oktober - dem Tag vor dem Auffinden der Leiche von Monika C. - nachmittags und abends in Leipzig eine Person mit einer oder mehreren frischen Verletzungen in Begleitung weiterer Personen gesehen habe. Nach dem Zeugenaufruf gab es eine Reihe von Hinweisen, die in die weiteren Ermittlungen eingeflossen sind. Für eine grundsätzliche Neubewertung des Falls oder gar die Hinwendung zu einem anderen Tatverdächtigen gaben die Zeugenaussagen offenbar keinen Anlass. "Es gibt da keinen neuen Stand", stellte Oberstaatsanwalt Ralf-Uwe Korth gestern gegenüber der LVZ klar.

Die beliebte Tagesmutter war am 10. Oktober tot in ihrer Erdgeschosswohnung in der Kantstraße aufgefunden worden. Ihre Leiche war blutüberströmt, soll sowohl Stichwunden als auch massive Spuren von Schlägen aufgewiesen haben. Zwei Tage später erließ der Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen Tobias K. wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes. Er hatte das Verbrechen allerdings stets bestritten.

Der Mann mit dem auffälligen Tattoo am Hals lebte damals noch mit der 42-jährigen Tochter der getöteten Tagesmutter zusammen. Das Paar soll im Mai 2013 bei Monika C. deren Altersrücklagen - eine hohe fünfstellige Summe sowie Schmuck - gestohlen haben. Ein entsprechendes Strafverfahren war von der Generalstaatsanwaltschaft Ende September 2013 wieder aufgerollt worden - wenige Tage später wurde Monika C. ermordet.

Die Ermittlungen zum Tod der Tagesmutter befinden sich auf der Zielgeraden. Denn der Vollzug der Untersuchungshaft über sechs Monate hinaus darf nur unter bestimmten, klar definierten Voraussetzungen aufrechterhalten werden, so schreibt es die Strafprozessordnung vor. Das bedeutet: Entweder Anklage oder aber das Oberlandesgericht ordnet die Fortdauer der Untersuchungshaft an. Bei Tobias K., der seit Oktober ununterbrochen in Haft sitzt, wäre es spätestens im April so weit für eine Entscheidung.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.02.2014

Frank Döring

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