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Polizeiticker Leipzig Nach Mord in Leipzig-Plagwitz: Polizei sucht 14 Zeugen aus Straßenbahn
Leipzig Polizeiticker Polizeiticker Leipzig Nach Mord in Leipzig-Plagwitz: Polizei sucht 14 Zeugen aus Straßenbahn
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12:19 07.02.2018
Am 1. Oktober 2017 wurden der 34-jährige Stefan M. in Leipzig-Plagwitz ermordet. Quelle: Grafik Patrick Moye
Leipzig

Vier Monate nach dem Mord an Stefan M. (34) in Leipzig-Plagwitz suchen  Polizei und Staatsanwaltschaft mit einer ungewöhnlichen Fahndung nach 14 wichtigen Zeugen. Die Ermittler veröffentlichten am Freitag Fotos von Personen, die mit dem späteren Opfer in einer Straßenbahn der Linie 1 nach Schleußig unterwegs waren. Es handele sich nicht um Tatverdächtige, betonten die Behörden ausdrücklich. Die Menschen auf den Fotos könnten dabei helfen, die Tat aufzuklären und würden deshalb gebeten, sich bei den Behörden zu melden. Dies gelte auch für Hinweisgeber, die die Abgebildeten wiedererkennen.

Die 14 Personen – acht Frauen und sechs Männer – waren nach Polizeiangaben am Abend des 1. Oktober 2017 zusammen mit Stefan M. in einer Straßenbahn der Linie 1 unterwegs. Alle stiegen ebenso wie der 34-Jährige um 22.08 Uhr an der Haltestelle Könneritzstraße/Stieglitzstraße aus. Die Polizei erhofft sich von den Zeugen wichtige Hinweise. „Trotz umfangreicher Ermittlungen konnte die Tat bislang nicht aufgeklärt werden“, teilte Staatsanwältin Jana Friedrich mit.

Stefan M. vor seinem Wohnhaus in Plagwitz ermordet

Der DHL-Mitarbeiter Stefan M. war von der Straßenbahnhaltestelle vermutlich zu Fuß nach Hause gegangen und wurde gegen 22.15 Uhr vor seinem Wohnhaus in der Eduardstraße 1 umgebracht. Nach LVZ-Informationen erlitt er schwerste Stichverletzungen am Hals. Eine Erweiterte Morduntersuchungskommission (Emuk) mit dem Namen „Eduard“ arbeitet seit dem Herbst unter Hochdruck an dem Fall und schrieb auch eine Belohnung von 10.000 Euro für Hinweise aus. 

Stefan M. (kleines Foto) wurde am Abend des 1. Oktober 2017 vor seinem Haus in der Eduardstraße 1 ermordet. Zuvor fuhr er mit einer Straßenbahn vom Hauptbahnhof zur Könneritzstraße. Quelle: Grafik: Patrick Moye

Offenbar in Ermangelung einer heißen Spur sahen sich die Ermittler nun zu der ungewöhnlichen Fahndung veranlasst, die in der jüngeren Leipziger Kriminalitätsgeschichte einmalig sein dürfte. Grundlage für die Veröffentlichung der Fotos sei ein richterlicher Beschluss, betonten die Ermittlungsbehörden.

Kontakt zur Kripo Leipzig per E-Mail (muk.eduard.pd-l@polizei.sachsen.de) oder telefonisch unter 0341 / 96 64 26 95.

nöß

Update: Da die Öffentlichkeitsfahndung inzwischen beendet ist, wurden auch die Fotos aus diesem Artikel entfernt.

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