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Nach Restaurant-Einbruch in Leipzig-Gohlis: Top-Gastronom rüstet auf

Nach Restaurant-Einbruch in Leipzig-Gohlis: Top-Gastronom rüstet auf

Sie umgingen die Alarmanlage und lösten nicht einmal den Bewegungsmelder aus: Nachdem gewiefte Einbrecher das Restaurant "Münsters" in der Platnerstraße in Gohlis heimgesucht haben, zog Wirt André Münster (44) jetzt Konsequenzen.

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Begehrt nicht nur bei Feinschmeckern: Das "Münsters" in Gohlis ist in das Visier von Einbrechern geraten.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Umgehend rüstete er die Sicherheitstechnik in dem Gebäude komplett nach.

Es war in der Nacht zum Montag, als die Täter in das Lokal einstiegen. Und zwar durch das Küchenfenster. "Es war das einzige Fenster, das nicht mit der Alarmanlage verbunden war", so Münster. "Das waren ganz sicher Top-Profis."

Der Bewegungsmelder schlug nicht an, weil die Täter wohl extrem vorsichtig zu Werke gingen. Nach Angaben der Polizei hielten sie sich ausschließlich in der Küche und im Thekenbereich der Gaststätte auf, klauten dort unter anderem Bargeld, zwei Beamer, Wein, Ausweise und Führerschein des Inhabers sowie dessen Fahrzeugschlüssel - und damit auch Münsters grauen Ford Fiesta (L-AX 1969). "Ich hatte das Auto an dem Abend extra stehen lassen, weil ich was trinken wollte", sagt der Wirt.

Zwölf Jahre lang betrieb er die legendäre "Drogerie", zog vor einem Jahr mit seiner Mannschaft in die sanierte Gohliser Mühle. Die Deutschlandausgabe 2013 des einflussreichen französischen Gourmet-Führers "Gault Millau" honorierte das "Münsters" mit 14 von 20 möglichen Punkten - damit gehört das Restaurant zu den Top 5 in der Messestadt. Doch ausgerechnet jetzt, zum einjährigen Bestehen seines neuen Lokals, wurde der Gastronom zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere Opfer von Einbrechern.

Münster ist sicher, dass die Täter seine Gaststätte zuvor gründlich ausbaldowert haben. "Garantiert haben die sich hier überall umgesehen", sagt er. "Die wussten ganz genau, wo sie hin wollten und wonach sie suchen mussten."

Noch einmal will er sich das aber nicht bieten lassen. Deshalb hat er im "Münsters" umgehend seine Sicherheitstechnik in vollem Umfang erweitert und auch das einzige bislang ungeschützte Fenster ebenfalls an die Alarmanlage anschließen lassen. Künftige Beutezüge dürften damit selbst für die Leistungsträger des Einbruchsgewerbes zu einer Art Mission Impossible geraten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.07.2013

Frank Döring

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