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Nach Schüssen auf Leipziger Straßenbahn: Polizei fahndet nach Tätern – Waffe unklar

Nach Schüssen auf Leipziger Straßenbahn: Polizei fahndet nach Tätern – Waffe unklar

Nach den Schüssen auf eine Straßenbahn im Leipziger Osten fahndet die Polizei mit Hochdruck nach den Tätern. Wie Sprecher Uwe Voigt erklärte, sollen am Dienstag weitere Insassen der Bahn als Zeugen vernommen werden.

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Auf eine Bahn der Linie 15 wurden am Montagnachmittag gut ein Dutzend Schüsse abgegeben. (Archivfoto)

Quelle: André Kempner

Leipzig. Videoaufnahmen aus der Straßenbahn, die den Einschlag der mindestens zwölf Geschosse zeigen könnten, gebe es leider nicht.

Unklar ist bisher nicht nur die Identität der Angreifer, sondern auch die Art der Waffe, mit der am Samstagnachmittag auf den Zug der Linie 15 gefeuert wurde. Projektile oder Patronen konnten bisher nicht gefunden werden, hieß es. „Es war sicher auch keine scharfe Waffe, wir gehen derzeit eher von einem Gasdruck-Gerät aus“, so Voigt gegenüber LVZ-Online. Angesichts der Art der Zerstörungen an den insgesamt vier Bahnscheiben sei aber sicher: „Eine Gefahr für die Insassen bestand nicht“, so der Polizeisprecher.

LVB-Sprecher: „Das ist kein Spaß mehr“

Bahnsprecher Marc Backhaus zeigte sich am Dienstag schockiert über den Vorfall: „So etwas zu machen, ist kein Spaß mehr. Zum Glück bestand aber keine Gefahr für unsere Fahrgäste“. Die Scheiben an der Seite hätten aus sogenanntem Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) bestanden, das einer europäischen Norm für Straßenbahnen entspreche, ergänzte er am Abend. Durch eine Spezialbehandlung sei das Material stabiler und könne nicht splittern. Die betroffene Bahn werde derzeit von Experten untersucht und später repariert. Die Höhe des entstandenen Schadens liege im unteren vierstelligen Bereich.  

Laut der bisher befragten Zeugen sollen die Täter gegen 13.45 Uhr zwischen den Haltestellen am Ostplatz und am Technischen Rathaus auf die Straßenbahn geschossen haben. Die Passagiere bemerkten den Angriff angesichts der beschädigten Scheiben und verständigen den Fahrer des Zuges. Am Messegelände ließ dieser die Fahrgäste aussteigen und verständigte Polizei und Leitstelle.

Bereits vor zwei Jahren hatten drei Männer im Alter von damals 20 und 21 Jahren in Leipzig-Paunsdorf in Nähe der Kreuzung Heiterblickallee/Ahornstraße auf zwei Straßenbahnen der LVB gefeuert. Sie verwendeten eine mit Gas betriebene Softairwaffe und feuerten aus gut 40 Metern Entfernung auf die Züge der Linien 7 und 8.

Matthias Puppe / maf

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