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Nach Überfall in Leipzig: Muffin-Papier und Star-Wars-Maske überführen Täter

Prozess am Landgericht Nach Überfall in Leipzig: Muffin-Papier und Star-Wars-Maske überführen Täter

Auftakt in einem Prozess um schweren Raub vor dem Landgericht: Ein Leipziger soll mit einem Komplizen am 19. Mai 2017 einen Bäckereiladen im Stadtteil Altlindenau überfallen und dann etliche Spuren hinterlassen haben.

Kurz vor Prozessbeginn: Justizbeamte nehmen dem Angeklagten Maik F. (rechts) im Landgericht Leipzig die Handfesseln ab.

Quelle: André Kempner

Leipzig. Der Überfall auf einen Bäckereiladen am 19. Mai 2017 in Altlindenau endete für die Täter in einem Fiasko: Sie hinterließen etliche Spuren, sodass ihnen die Polizei alsbald auf die Schliche kam. Am Dienstag begann am Landgericht Leipzig der Prozess gegen einen der beiden mutmaßlichen Räuber.

Angeklagter schweigt

Staatsanwältin Sybill Salzmann warf Maik F. (38) vor, gemeinsam mit einem Komplizen an jenem Tag gegen 14 Uhr in das Geschäft in der William-Zipperer-Straße gestürmt zu sein. Während einer eine Maske trug, habe sich der andere mit Hut und Sonnenbrille kostümiert. Mit einer Pistole sollen die Männer eine Mitarbeiterin bedroht und Geld gefordert haben. „Aus Angst um ihr Leben“, so die Staatsanwältin weiter, habe die betroffene Frau die Kasse geöffnet. Beute: 100 Euro.

Aus dem Umkleideraum sollen die Räuber dann noch eine Handtasche haben mitgehen lassen. Darin befanden sich 90 Euro, EC-Karte, ein goldener Ehering und ein hochwertiges Mobiltelefon.

Nach der Verlesung der Anklageschrift erklärte Annette Clement-Sternberger, Verteidigerin von Maik F. am Dienstag: „Mein Mandant macht keine Angaben zur Sache.“

Prozess-Termine noch bis 26. April

Bizarr: Während einer der Täter bei der Flucht seine Maske – eine Star-Wars-Maske – verloren hat, hinterließ der Komplize an einem Muffin-Papierförmchen seine Fingerabdrücke. Offenbar konnte er selbst beim Überfall dem Gebäck nicht widerstehen. Noch bis 26. April wird die 5. Strafkammer den Fall verhandeln.

Wie es weiter hieß, hat das Landgericht das Verfahren gegen den Komplizen inzwischen mit Blick auf einen anderen Fall eingestellt, für den der Mann mit mehr als drei Jahren Haft bestraft wurde.

Von Sabine Kreuz

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