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Nägel in Wurststücken: Leipziger Polizei ermittelt nach Hundeköder-Fund

Zentrum-Südost Nägel in Wurststücken: Leipziger Polizei ermittelt nach Hundeköder-Fund

Unter Hundebesitzern im Leipziger Zentrum-Südost geht die Angst um. Auf einem Spielplatz sind mit Nägeln gespickte Köder ausgelegt worden. Auch mit Rasierklingen präparierte Wurststücke wurden gefunden.

Rasierklinge im Wurststück: Im Zentrum-Südost tauchten in den vergangenen Tagen mehrfach präparierte Hundeköder auf.

Quelle: Privat

Leipzig. Nach dem Fund mehrerer Hundeköder im Leipziger Zentrum-Südost haben die Polizei und das Veterinäramt Ermittlungen aufgenommen. Unbekannte legten in den vergangenen Tagen offenbar mehrfach präparierte Wurststücke rund um die Straße des 18. Oktober aus. Die Polizei bestätigte am Dienstag gegenüber LVZ.de, dass diesbezüglich bereits in der vergangenen Woche eine Anzeige aufgenommen wurde.

„Zwei Hinweisgeber haben am vergangenen Dienstag mehrere Köder mit Nägeln auf einem Spielplatz entdeckt und fotografiert“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt. Die Finder hätten die Bilder den Beamten des Reviers Südost übergeben. Es sei eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige nach dem Tierschutzgesetz aufgenommen und das Veterinäramt eingeschaltet worden, so Voigt. Über verletzte Hunde ist bislang nichts bekannt.

Polizei will Grünflächen absuchen

Am Montag entdeckten Mitarbeiter des Stadtordnungsdienstes weitere präparierte Köder und informierten die Polizei. Bei einer Suche vor Ort konnten die gerufenen Beamten jedoch keine weiteren Fallen finden. Nachdem LVZ.de am Wochenende über mögliche Giftköder an der Tarostraße berichtet hatte, meldeten sich weitere Zeugen, die dort ebenfalls Köder gefunden haben wollen. Ein Foto zeigt ein Wurststück, in das offenbar eine Rasierklinge gedrückt wurde. Die Polizei konnte dies jedoch nicht bestätigen – eine Anzeige dazu liegt nicht vor.

Ein Warnschreibens samt Fleischbrocken wurde am Wochenende an die Eingangstür der Tarostraße 8 geklebt.

Quelle: Privat

Bislang konnte keiner der gefunden Köder sichergestellt und auf Spuren untersucht werden. Die Ermittler hoffen deshalb auf Hilfe aus der Bevölkerung. „Wer etwas Verdächtiges findet, sollte es mit Handschuhen oder einer Tüte aufheben und zum Revier bringen“, sagte Polizeisprecher Voigt.

Er kündigte an, dass in den nächsten Tagen Streifenbeamte und Bürgerpolizisten den Bereich rund um die Straße des 18. Oktober nochmals absuchen sollen. Dabei wird auch nach dem anonymen Verfasser des Schreibens gesucht, welches samt eines Fleischbrockens an die Eingangstür der Tarostraße 8 geklebt wurde. Dass es sich dabei tatsächlich um einen Giftköder handelte, konnte bislang nicht nachgewiesen werden – weil die Polizei davon schlicht keine Kenntnis hatte. Statt solche Aushänge zu verteilen, sollten bei einem konkreten Verdacht die Behörden informiert werden, so Voigt.

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