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Neue Details zu Mordfall am Bahnhof Leipzig-Leutzsch: „Es war eine zielgerichtete Aktion“

Neue Details zu Mordfall am Bahnhof Leipzig-Leutzsch: „Es war eine zielgerichtete Aktion“

Bei dem Todesfall am Bahnhof in Leipzig-Leutzsch handelte es sich offenbar um einen brutalen Mord. „Es war eine zielgerichtete Aktion gegen eine bestimmte Person“, sagte Ralf-Uwe Korth, Sprecher der Staatsanwaltschaft, gegenüber LVZ-Online.

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Der Tote vom Bahnhof in Leutzsch ist offenbar einem zielgerichteten Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Leipzig. Zu Einzelheiten der Gewalttat wollte er sich am Dienstag nicht äußern, Bewohnern des Stadtteils im Leipziger Westen aber die Furcht vor weiteren Übergriffen nehmen: „Es ist in Leutzsch nicht unsicherer geworden.“

Der Lokführer einer Regionalbahn hatte die Leiche am Pfingstsonntag zwischen 19 und 20 Uhr entdeckt. Sie lag im Schotterbett zwischen zwei Bahnstrecken, unweit einer Fußgängerunterführung am Ende der Rathenaustraße. Über die Identität des Opfers wollten sich die Ermittler bisher nicht äußern. Fest steht aber, dass es sich um einen jungen Mann mit kurz geschorenen Haaren und kräftiger Statur handelt. Ermittlern zufolge ist er erschossen worden.

Fotos vom Fundort in Leutzsch

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Unklar ist ob der Fundort, rund 400 Meter vom neuen Leutzscher Bahn-Haltepunkt entfernt, auch der Tatort war. Der Fußgängertunnel unter den Gleisen, gleich neben dem alten Bahnhofsgebäude,  wird an Wochenenden und Feiertagen auch noch an den frühen Abendstunden rege von Radfahrern und Joggern genutzt. Schüsse nur wenige Meter entfernt blieben da kaum unbemerkt. „Wir haben nichts gehört“, sagte Marion Salzmann von der Villa Hasenholz an der Gustav-Esche-Straße. Sie arbeitete am Sonntag bis gegen 20.30 Uhr in ihrem Biergarten, rund 200 Meter vom Fundort der Leiche entfernt. Etwas Verdächtiges konnte sie nicht feststellen. Das Publikum sei wie immer gewesen, meist Familien mit Kindern.

Polizei schleppt verdächtiges Auto ab

Auf dem an der Villa Hasenholz angrenzenden Parkplatz stellte die Polizei allerdings noch am Sonntagabend einen BMW mit Münchner Kennzeichen sicher. Die Beamten ließen das Fahrzeug abschleppen. Unklar ist bis jetzt, in welcher Beziehung das Auto zur Tat steht. Auch dazu wollte sich Korth am Dienstag nicht äußern. Die Kriminalisten untersuchten bis Pfingstmontag die Gleise und das Umfeld. Die Bahnstrecke war deshalb bis 17 Uhr gesperrt.

Laut Korth erfolgen die Ermittlungen jetzt in alle Richtung. Auch ein Zusammenhang mit dem Übergriff im Leipziger Stadtteil Reudnitz vom 10. April werde untersucht. Damals war ein 26 Jahre alter Mann vor seiner Wohnung in der Göschenstraße von zwei Unbekannten angeschossen worden. „Die Täter schossen ihm gezielt in beide Beine“, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt kurz nach der Tat.

Fotos vom Tatort in Reudnitz

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Szene-Kenner sprechen davon, dass ein derart brutales Vorgehen unter rivalisierenden Banden ein eindeutiges Signal nach dem Motto seien: „Halte die Füße still“ beziehungsweise „Mische dich nicht ein“. Die genauen Umstände der Tat sind bis heute offen.

Die Kriminalisten beschäftigten sich bei ihren Ermittlungen auch mit den Erkenntnissen aus dem Diskokrieg im Jahr 2008. Damals kämpften deutsche Türsteher und eine Gruppe von Migranten um die Vorherrschaft beim Einlass in Diskotheken. Hintergrund war die Kontrolle des Drogenhandels. Die tödlichen Schüsse auf einen 28-Jährigen vor der Diskothek „Mia’s“ im Barfußgäßchen konnten bis heute nicht aufgeklärt werden.

Matthias Roth

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