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Neue Suche am Leipziger Elsterbecken: Polizei will genauen Ablageort des Leichenteils finden

Neue Suche am Leipziger Elsterbecken: Polizei will genauen Ablageort des Leichenteils finden

Nach dem erneuten Fund eines Leichenteils am Leipziger Elsterbecken setzt die zuständige Mordkommission auf weitere Ermittlungen vor Ort. „Die Polizei sucht jetzt weiter mit Suchhunden nach dem eigentlichen Ablageort des Knochens“, sagte Sprecher Mario Weigelt am Donnerstag auf Anfrage von LVZ-Online.

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Die Spurensuche am Leipziger Elsterbecken geht weiter. Nach dem erneuten Fund eines Leichenteils setzt die zuständige Mordkommission auf neue Ermittlungen vor Ort.

Quelle: Volkmar Heinz

Leipzig. Erkenntnisse erhoffen sich die Ermittler auch von den Schweineteilen, die Ende November für einen Strömungstest im Fluss abgelegt worden waren.

Die Polizei nimmt an, dass das am Samstag gefundene Leichenteil von einem Tier aus dem Wasser gezogen und zum späteren Fundort im Palmengarten – gegenüber der Kleinmesse – gebracht wurde. Hinweise darauf habe es durch „Spuren am Knochen selbst“ gegeben, so der Sprecher.

Auch am Donnerstag war die Polizei deshalb mit Suchhunden unterwegs, um nach weiteren Spuren zu suchen. „Wir werden die Suche operativ fortführen“, kündigte Weigelt an. Entsprechend des Verhaltens der Hunde werde der Radius angepasst und eventuell auch auf andere Bereiche rund um das Elsterbecken ausgeweitet.

Schweineteile werden in der Rechtsmedizin untersucht

Der Fundort des nun entdeckten Knochens sei zuvor bereits abgesucht worden, stellte der Polizeisprecher klar. Bei dem Fundstück handele es sich definitiv um einen menschlichen Knochen. Ob er von Jonathan H. stammt und es sich um eines der vermissten Beine handelt, werde derzeit durch eine DNA-Analyse geklärt. Dies dauere rund zwei bis drei Wochen. „Es kann ausgeschlossen werden, dass es sich um ein Schweineteil handelt“, betonte Weigelt.

Die Mehrzahl der Schweineteile sei nach etwa zwei Wochen wieder eingesammelt worden, berichtete Weigelt. Diese würden nun in der Rechtsmedizin untersucht, um Verwesungen festzustellen und Rückschlüsse auf die Leichenteile von Jonatahn H. zu ziehen. Die Ermittler wollen konkret herausfinden, wie lange der Tote bereits im Wasser lag, bevor er Anfang November entdeckt wurde.

Zu den genauen Fundorten der Schweineteile machte Weigelt keine Angaben. „Es sind nicht alle Teile aufgefunden worden“, erklärte der Polizeisprecher. Einige seien offenbar abgetrieben. „Die Kontrolle, ob weitere Teile auftauchen, dauert an.“

Rund 90 Hinweise aus der Bevölkerung

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Der Tote aus dem Leipziger Elsterflutbecken: Bislang liegen die Hintergründe des Mordes an Jonatahn H. aus Leipzig noch im Dunkeln.

Quelle: Polizei

Am 6. November 2011 waren erstmals am Leipziger Elsterbecken Teile der zerstückelten Leiche von Jonathan H. aufgetaucht. Zunächst fand ein Pilzsammler in der Uferböschung zwischen Palmengartenwehr und Zeppelinbrücke einen Arm des 23-jährigen Leipzigers, später wurden ein weiterer Arm sowie der Torso gefunden. Kopf und Beine blieben trotz intensiver Suche verschunden.

Über eine Öffentlichkeitsfahndung konnte im Dezember die Identität des jungen Mannes geklärt werden. Mehr als 90 Hinweise gingen bis jetzt bei der erweiterten Mordkommission „Elster“ ein. Zum Täter gibt es jedoch noch keine heiße Spur, die Hintergründe der Tat liegen im Dunkeln.

Robert Nößler

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