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Noch keine Anklage gegen zweifachen Frauenmörder von Leipzig-Lindenau

Staatsanwaltschaft Noch keine Anklage gegen zweifachen Frauenmörder von Leipzig-Lindenau

Im Fall des zweifachen Frauenmörders von Leipzig-Lindenau wurden bisher keine Parallelen zu weiteren ungeklärten Todes- oder Vermisstenfällen gefunden. Dies teilte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz auf LVZ-Anfrage mit.

Polizei am Fundort der zweiten Leiche in der Apostelstraße.
 

Quelle: Andre Kempner

Leipzig.  Im Fall des zweifachen Frauenmörders von Lindenau wurden bisher keine Parallelen zu weiteren ungeklärten Todes- oder Vermisstenfällen gefunden. Dies teilte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz auf LVZ-Anfrage mit. Ende Februar war der mutmaßliche Killer Dovchin D. (38) festgenommen worden. Danach hatten die Behörden geprüft, ob auf das Konto des gebürtigen Mongolen weitere Mordopfer gehen. Anklage ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft noch nicht erhoben worden.

Gestanden hatte Dovchin D. den Mord an Anja B. (40). Die Mutter einer zweijährigen Tochter aus Leipzig-Grünau war am Abend des 29. November 2016 nach einem Besuch in der Bar 55 an der Ecke Marktstraße/Lindenauer Markt spurlos verschwunden. Ihre sterblichen Überreste wurden in dem seit Jahren leerstehenden Apostelhaus in der Altlindenauer Apostelstraße entdeckt.

Und der Asiate räumte nach der Festnahme überraschend auch den bestialischen Mord an der Portugiesin Maria D. (43) ein, die ebenfalls nach einem Barbesuch in Lindenau verschwunden war. Ihr zerstückelter Leichnam wurde im April 2016 unterhalb der Landauer Brücke im Elsterbecken entdeckt. Lange Zeit galt dieser Mordfall als rätselhaft, einen konkreten Tatverdacht gab es bis zum Geständnis nicht.

Hinweise auf Zusammenhänge zu weiteren ungeklärten Fällen lägen gegenwärtig nicht vor, stellte Oberstaatsanwalt Schulz nun klar. Behörden im gesamten Bundesgebiet waren aufmerksam geworden, weil Dovchin D. eine Zeit lang als Vertriebsmitarbeiter für einen großen Autokonzern quer durch Deutschland gereist sein soll. Und auch zu hiesigen Vermisstenfällen wie dem der seit April 2015 verschwundenen Madina A. (39) – sie wohnte in der Spittastraße, wenige hundert Meter vom Wohnhaus des geständigen Doppelmörders entfernt – gibt es laut Staatsanwaltschaft keine Verbindungen.

Von Frank Döring

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