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Obduktion ergibt: Wasserleiche ist gesuchter Hermann Haase

Toter vom Cospudener See Obduktion ergibt: Wasserleiche ist gesuchter Hermann Haase

Nun steht es fest: Bei der am Sonnabend im Cospudener See gefundenen Leiche handelt es sich um den mutmaßlichen Mörder Hermann Haase. Am Dienstag rückte die Polizei erneut mit Tauchern zum Badesee im Südraum aus.

Die Polizei suchte am Dienstag erneut nach Beweisstücken im Cospudener See.

Quelle: Jörg ter Vehn

Leipzig. Bei der am Sonnabend im Cospudener See gefundenen Leiche handelt es sich um den seit Dezember gesuchten Hermann Haase. Das bestätigten Staatsanwaltschaft und Polizei am Dienstag in einer gemeinsamen Mitteilung. Die Obduktion habe die Identität geklärt. Außerdem gehen die Beamte davon aus, dass sich Haase selbst gerichtet hat. Darauf deute eine Schussverletzung am Kopf hin. Der genaue Ablauf müsse aber noch ermittelt werden, ebenso der Todeszeitpunkt. Zuvor soll der 50 Jahre alte Österreicher am 3. Dezember den 52-jährigen Rocco J. auf dessen Pferdehof an der Ritter-Pflugk-Straße mit drei Schüssen getötet haben.

Am Dienstagmorgen ist die Polizei um 9.15 Uhr erneut mit Tauchern an den Cospudener See ausgerückt. Nach Angaben der Beamten stehe der Einsatz im Zusammenhang mit dem Leichenfund vom Sonnabend. "Wir suchen weitere Beweismittel", sagte Polizeisprecherin Maria Braunsdorf. Nach wie vor ist die Tatwaffe vom Reiterhof und auch von der Selbsttötung verschwunden.

Die rund ein Dutzend Einsatzkräfte sind auf der dem Hafen gegenüberliegenden Uferseite unterwegs. Dort suchen sie sowohl an Land als auch im gut vier Grad kalten Wasser. Die angeleinten Taucher bewegen sich dabei rund 50 Meter Stück für Stück voran.

Polizeitaucher suchen am Cossi

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Den Leichnam von Hermann Haase hatte ein 43 Jahre alten Stand-Up-Paddler auf einer Sandbank gefunden. Er befand sich auf seinem Surfbrett in der Nähe des Inselbriefkastens, als er den leblosen Körper sah.

Am Samstagnachmittag wurde im Cospudener See, am Ostufer in der Nähe des Hafens, eine Wasserleiche gefunden.

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Die alarmierten Einsatzkräfte fanden schon bei einer ersten Durchsuchung der Leiche auch Ausweispapiere. Sie wiesen darauf hin, so die Ermittler, dass es sich um den seit mehr als einem Monat gesuchten Österreicher handelt.

Auch wenn der Hauptverdächtige in dem Mordfall aus Knauthain nun gefunden wurde, wird die Ermittlungsakte nicht geschlossen. Nach wie vor seien das Motiv und die Hintergründe des Tötungsverbrechens unklar. Vor allem österreichische Medien hatten über einen Erbschaftsstreit spekuliert. Beweise für diese These wurden allerdings bis heute nicht veröffentlicht.

Die Polizei sucht weiter nach dem mutmaßlichen Pferdehof-Mörder.

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Nach seiner Tat hinterlegte Haase bei der Staatsanwaltschaft einen verschlossenen Umschlag mit Dokumenten, die ihn belasten, und verschwand. Zu den Papieren sollen auch Gerichtsakten zu einem strittigen Erbschaftsverfahren gehören, das als mögliches Tatmotiv gilt.

Nicht ausgeschlossen ist, dass zumindest bei der Vorbereitung des Mordes mindestens eine weitere Person beteiligt war. Ob sich neben Haase auch ein etwaiger Helfer strafbar gemacht hat, müssen die weiteren Untersuchungen zeigen. Die Polizei ermittle in alle Richtungen, hieß es. „Weitere Auskünfte dazu sind derzeit nicht möglich“, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Matthias Roth/Jörg ter Vehn

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